23:45 Re

Geschrieben von Anja Degenhardt
Bildcopyright: Tokyopop, Ichijinsha inc., Ohana

Mimori Seo hat ein Loch in seinem Leben. Seit dem Unfall sind alle Erinnerungen auf immer verloren. Dann taucht plötzlich dieser Junge auf und will über Mimoris Zeit im Koma reden.

Inhalt

Nur wenige Monate nach dem Koma und noch mitten in der Reha, beschließt Mimori, sein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen und in normale Bahnen zu lenken. Das beinhaltet, wieder zur Uni und zur Arbeit zu gehen, wo er unweigerlich auf all die Menschen treffen wird, die er befragen kann. Isoliert im Krankenhaus kommt er nicht weiter; weder im Leben, noch mit diesem Rätsel, das ihm sein nicht mehr vorhandenes Gedächtnis aufgegeben hat. Nicht einmal seine eigene Schwester erkennt er. So kann es nicht weitergehen.

Mimori findet sich in der Außenwelt erstaunlich schnell zurecht. Seine Freunde kommen gern zu ihm und nachdem sie feststellen, dass der Unfall kein Thema ist, über das er reden will, tun alle so, als wäre nie etwas gewesen. Doch an einem dieser regnerischen Tage geht Mimori in den Bentoladen in der Nachbarschaft und trifft auf Iku Kurihara. Dieser ist geschockt, dass er ihn nicht erkennt, hält sich jedoch zurück, um Mimori nicht zu verschrecken. Als Mimori jedoch seinen Schirm vergisst, kann Iku sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Er rennt ihm hinterher und obwohl er sich vor Mimoris Reaktion fürchtet und nicht einmal im Ansatz weiß, wie er beginnen soll, nimmt er sich ein Herz und will Mimori alles erzählen, was während seines Komas geschehen ist.
Doch was kann schon passiert sein? Mimori zumindest erinnert sich nicht und er weiß auch, dass er nicht der einzige Komapatient ist, der sich dieser Zeit in völliger Bewusstlosigkeit nicht entsinnen kann. Ist er etwa zwischendurch aufgewacht? Was hat er getan? Was weiß Iku?

Fazit!

Die Mangaka mit dem passenden Namen Ohana (hawaiianisch für Familie) zeichnet bevorzugt Shonen Ai und hat in Japan schon einige Mangas veröffentlicht. In Deutschland ist „23:45“ im Juli 2016 ihr Debütwerk gewesen und wurde mit „23:45 Re“ beendet. Obwohl – wie sie am Ende des Mangas in einem kleinen Nachwort abschließt – sie nicht vorhatte, eine Fortsetzung zu zeichnen. Für Band 2 aus Ohanas Boys Love-Story sollte man den ersten Teil auf alle Fälle gelesen haben, sonst kommt man nicht wirklich mit. Es gibt viele Erinnerungen aus dem ersten Band zu entdecken, die etwas chaotisch auf die Geschichte einwirken, dennoch baut sich die Spannung anhand der Dramatik auf.
Die Zeichnungen sind sauber, weich und die Charaktere lassen sich eindeutig voneinander unterscheiden. Einzig die Sprech- und Denkblasen könnten etwas weniger verwirrend sein, da sich manche Sprecher nicht unterscheiden lassen.
Auch wenn das Ende etwas vorhersehbar erscheint, ist der Weg dorthin anders als bei üblichen Manga aus dem Shonen Ai-Genre gestaltet.

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