Finder: Brandmal

Geschrieben von
Bildcopyright: Ayano Yamane, Tokyopop, Libre Publishing

Feilong wird von seiner Vergangenheit eingeholt, als er erfährt, dass sein Stiefbruder noch am Leben ist und die taiwanesische Unterwelt um sich versammelt. Um seine Stellung als Oberhaupt der chinesischen Mafia zu sichern, reist Feilong nach Taiwan und sucht den Verräter Yoh auf, um ihm einen letzten Auftrag zu geben.

Inhalt

Ex-Mafioso Yoh hat sich in Taiwan niedergelassen und bestreitet seinen Lebensunterhalt als Auftragskiller. Nie hätte er gedacht, dass er seinen früheren Boss – das Oberhaupt der chinesischen Mafia – noch einmal wiedersehen würde, nachdem er ihn so schändlich hintergangen hat. Doch eines Abends steht Feilong tatsächlich wieder vor ihm: schön, kühl und mit einem brisanten Auftrag für ihn im Gepäck. Er soll Feilongs Stiefbruder Yan Tsui, der mittlerweile die taiwanesische Unterwelt regiert, beseitigen. Denn der hübsche Chinese befürchtet, dass der skrupellose Yan Tsui seinen Machtanspruch geltend machen und Feilongs Position innerhalb des chinesischen Baishe-Klans gefährden könnte.

Doch noch bevor sich Yoh entscheiden kann, wird Feilongs Kammerdiener, der 13-jährige Tao, von Yan Tsuis Männern entführt. Obwohl Feilong ahnt, dass es sich um eine Falle für ihn handelt, begibt er sich in die Höhle des Löwen. Mit dem unschuldigen Tao als Druckmittel ist Feilong den Launen seines Bruders vollkommen ausgeliefert und dieser hat sehr viel Freude daran, Feilong zu demütigen …

Fazit!

Die Light-Novel spielt einige Zeit nach dem fünften „Finder“-Band und knüpft an die Ereignisse auf dem Casino-Schiff an. Im Zentrum der Handlung steht diesmal nicht Mafia-Boss Asami, sondern sein Gegenspieler Feilong Lui. Für Fans der Yaoi-Serie von Ayano Yamane, die seit 2002 sehr erfolgreich in Japan läuft, ist die Novel eine nette Erweiterung des Serien-Universums. So erfährt der Leser etwas mehr über die Herkunft des kleinen Tao. Der Schreibstil ist allerdings sehr einfach und kann mit seinen oftmals platten Formulierungen in keinster Weise an die Erotik anknüpfen, die die Zeichnungen des Mangas transportiert haben. Und obwohl sich die Geschichte flüssig herunterlesen lässt, sorgen ständige inhaltliche Wiederholungen und nichtssagende Dialog-Passagen dafür, dass der Roman nie wirkliche Spannung aufbauen kann. Auch für die Handlung hätte es mehr Potential gegeben, das leider nicht genutzt wurde. Eine süße Dreingabe ist dafür der neunseitige Kurzmanga, der am Ende des Buches abgedruckt ist und eine Szene mit Feilong und dem erwachsenen Tao zeigt. Der Manga wurde selbstverständlich ebenso wie die beiden Illustrationen im Buch von Ayano Yamane gezeichnet.

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