Inhalt
Der hohe Beamte Kawamura besitzt etwas, dass die CIA ebenso haben will wie die Yakuza und der Profikiller John Rain. Daher beschattet die CIA den Mann und versucht, John Rain von ihm fern zu halten. Doch Kawamura bricht in der U-Bahn zusammen und stirbt an einem Herzanfall. Die CIA geht davon aus, dass Rain den Stick mit den wertvollen Daten dem Toten abgenommen hat. Doch sie irren sich. Auch John Rain weiß nicht, wo sich der besagte Stick befindet. Eine Jagd von drei Parteien nimmt ihren Lauf. Während die CIA keine Zeugen will und auch die Yakuza um sich ballert, scheint John Rain niemanden zu töten, es sei denn, es muss sein.
So nimmt Rain auch die zweite Tochter des verstorbenen Beamten Kawamura in seine Obhut. Da die CIA mit Überwachungs- und Sicherheitskameras, die in ganz Tokyo verteilt sind, arbeitet, müssen die beiden ständig in Bewegung bleiben. Keine leichte Aufgabe. Vor allem, da auch die Yakuza nicht aufgibt. Denn wer den Stick bekommt, hat die Macht über Tokyo. Auf ihm sind Daten über korrupte Politiker enthalten. Wer sich diese gefügig machen kann, herrscht.
Auch die Polizei von Tokyo wird auf den Fall aufmerksam und steht nicht unbedingt auf der Seite der CIA, ist sie doch auch gegen korrupte Politiker und eher für John Rain, der eben jene Politiker schon des Öfteren zur Strecke brachte.
Die Jagd wird also indirekt noch von einer vierten Partei, der Polizei, begleitet. Wer wird am Ende den Stick bekommen? Wer muss noch alles für diese Unterlagen sterben? Und wer spielt hier eigentlich mit wem?
Details
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Barry Eisler und ist eine englisch-japanische Koproduktion.
Während es primär um den Stick mit den Daten geht, steht John Rain und seine Rolle als Beschützer der Tochter im Vordergrund. Daher gibt es in diesem Thriller nicht nur Action, sondern auch gefühlvolle Einschnitte. In diesen Passagen wird oft nicht einmal Text verwendet. Nur der Ausdruck der Schauspieler und etwas Hintergrundmusik.
Die dunkle Atmosphäre der Räumlichkeiten ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Man könnte auch meinen, der Fernseher ist zu dunkel eingestellt. Doch dieser Effekt zieht sich durch den ganzen Film und macht das Ganze geheimnisvoller.
Während John Rain anfangs immer nur als Killer dargestellt wird, wächst er einem kurz darauf schnell ans Herz. Man kann gar nicht anders, als auf seiner Seite zu stehen. Das ist etwas schade. Entscheidet man sich so doch ziemlich schnell für die Parteien. Ein bisschen mehr „böses-Killer-Image“ hätte nicht geschadet, um die Sache noch etwas spannender zu machen.
Umsetzung
Die meisten Einstellungen des Films sind ziemlich dunkel gehalten. Gerade die in Räumen. Hier sieht man oft nur Silouetten der Anwesenden oder das Gesicht. Es gibt allerdings auch viele bläuliche Szenen, da oft die Einstellungen der Sicherheits- und Überwachungskameras verwendet werden. So muss man manchmal schon zweimal hinsehen, um wirklich zu erkennen, wer nun herumschleicht oder in die Szene verwickelt ist.
Die deutsche Synchronisation ist bei den meisten Schauspielern sehr gut. Nur ein paar Japaner fallen etwas unpassend auf. Aber das sind eher Nebenfiguren.
Die Originalfassung ist englisch und japanisch gemischt. Jeder Schauspieler spricht seine Sprache und wird von einem weißen, deutschen Untertitel begleitet. Dieser ist sehr gut lesbar und verständlich.
Packung
Ein Pappschuber, der genauso bedruckt ist wie das DVD-Inlay, hält die transparente Standardhülle beisammen. Das Cover selbst ist durch die Verlängerungen der Buchstabenstreifen N und F geteilt und durch den Titelschriftzug „Rain Fall“ sogar in vier Teile unterteilt. Die beiden Hauptcharaktere sind in den beiden oberen Hälften zu sehen.
Auch das Backcover hat ein Fadenkreuz, welches nach rechts verschoben wurde. Gary Oldman ist sehr oft zu sehen, während es sonst noch eine Zusammenfassung des Films und die üblichen Daten gibt. Eine Leiste mit Sprache, Ton, Untertitel, Laufzeit, Extras, Bild und Produktion ziert die untere Kante des Backcovers.
Extras
Pappschuber und Wendecover sind die einzigen, externen Extras.
Auf der DVD selbst gibt es Interviews mit Kippei Shiina, Gary Oldman, Kyoko Hasegawa und Max Mannix. Die Fragen werden immer per Text am Anfang gestellt, während dann der originale Interviewausschnitt mit deutschem Untertitel als Antwort abgespielt wird.
Außerdem gibt es den Originaltrailer und den deutschen Trailer zum Film sowie ein B-Roll. Im B-Roll gibt es einzelne Making-Of-Szenen zu sehen. Die wichtigsten Sätze werden hierbei deutsch untertitelt.
Auch eine Trailershow ist vorhanden. Sie zeigt folgende Trailer in deutscher Sprache: La Linea 2, Triangle – Die Angst kommt in Wellen, 4.3.2.1, The Hole, One Way Trip und Cargo.
Fazit!
Die englisch-japanische Koproduktion ist gelungen, auch wenn sie nicht nur Neues bietet. Die Geschichte ist eine runde Sache mit Action, Gefühlen und einigen Fragen, die es zu klären gilt. Denkt man sich mal eben, dass das vorhersehbar war, so wird man am Schluss doch von ein paar Dingen überrascht sein.
Die deutsche Synchronisation überzeugt und die Originalversion ist lustig anzuschauen mit dem jeweiligen Sprachwechsel der verschiedenen Schauspieler; wobei Japanisch aber überwiegt.
Schön sind auch die Interviews und Szenen hinter den Kulissen. So kann man etwas tiefer in den Film eintauchen.
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