Blumen aus Japan oder "Was, die sind gar nicht von hier?"

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Bildcopyright: Wikimedia Commons, pixabay.com, piqs.de

Ein liebevoll gestalteter Garten oder Park lädt gerne zum Verweilen ein. Doch viele Pflanzen, die wir häufig sehen, kommen ursprünglich von ganz woanders her...

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Vor ein paar Tagen, es war ein sonniger Oktobernachmittag, ging ich spazieren und entdeckte an Fassaden und Dächern einiger Wohnhäuser blutroten Wilden Wein, auch bekannt als Dreispitzige Jungfernrebe, die zur Familie der Weinrebengewächse gehört. Ich erfreute mich an diesem Anblick, bewundere ich doch gerade im Herbst sehr gerne rotes Laub. Früher hatten wir an einer Seite unseres Schuppens auch Wilden Wein wachsen, irgendwann ist dieser dann jedoch eingegangen.
Wieder zu Hause, recherchierte ich sogleich einmal, wo diese Pflanze ursprünglich herkommt. Sowas mache ich öfters, da ich mich sehr für Pflanzen interessiere, jedoch nur über ein mäßiges Wissen verfüge. Und was stellte sich in puncto Wilder Wein heraus? Heimisch ist er in Japan, China und Korea.

Für viele jetzt sicherlich eine unspektakuläre Information, aber ich musste beim Lesen schmunzeln. Nein, das stimmt nicht, ich musste breit grinsen. Einfach, weil ich immer wieder feststellen muss, dass auffallend viele Pflanzen, für die ich mich interessiere, ihren Ursprung aus eben genau dieser Ecke der Welt haben. Dabei gehe ich nicht einmal gezielt auf die Suche nach Pflanzen, die aus Ostasien stammen; wenn mich eine Pflanze interessiert, schau ich früher oder später nach, wo sie ihren Ursprung hat. Und es ist auffallend oft Japan. Oder China. Oder Korea. Als Beispiel wären da Chrysanthemen, Rhododendren, Clematis, Tränendes Herz, Flieder, Japanisches Blutgras, Japanische Rotkiefer und der Fächerahorn.

Vor einiger Zeit schrieb ich in meiner Kolumne „Japaner schattieren anders“, dass sich die Natur jeder Kultur oftmals landestypisch präsentiert. Das bezog ich hauptsächlich auf die Tier- und Pflanzenwelt. Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass manche Pflanzen in unseren Breiten schon so allgegenwärtig geworden sind, dass man zum Teil gar nicht mehr auf die Idee kommt, sie könnten vielleicht aus einer ganz anderen Kultur stammen. So ging es mir zum Beispiel mit den farbenprächtigen Rhododendron-Büschen, die ich seit frühester Kindheit in zahlreichen Gärten vornehmlich in pink, lila und weiß bestaunt habe. Klar, die Blüten haben einen gewissen „tropischen Touch“, aber ich konnte sie in unmittelbarer Nachbarschaft, wie auch an vielen anderen Orten sehen und somit wurde ihr Anblick für mich „normal“. Sehr ähnlich verhielt es sich mit Fliederbäumen, von denen wir selbst stets welche im Garten stehen hatten. Und auch das Tränende Herz ist mir schon lange bekannt.

Anders verhält es sich aber wiederum mit der Clematis alternata, deren kleine rote Blüten an chinesische Lampions erinnern. Oder die Japanische Rotkiefer, die oftmals auf alten japanischen Malereien, Geschirr, Fächern et cetera als Hintergrundelement auftaucht. Beide kommen aus jeweils dem Land, das man bei ihrem Anblick schnell mit ihnen verbinden kann. Ich würde hierbei eigentlich auch noch gerne die Lampionblume mit aufzählen, jedoch ist man sich bei ihr über die ursprüngliche Herkunft nicht einig.
Die Wisteria, mancherorts als Blauregen bekannt, wollte ich außerdem in diesem Artikel unterbringen, allerdings verhält es sich mit dieser Pflanze bei mir nochmal etwas anders: Denn so wirklich aufmerksam auf sie wurde ich erst durch Fotos aus Japan. Da mich ihr Aussehen faszinierte, hielt ich folgend auch hierzulande die Augen nach ihr auf und konnte sie gewiss in dem ein oder anderen Garten oder Park ausfindig machen. Vertreten ist sie hier also durchaus, aber themenbezogene Fotos waren erst notwendig, um von mir Beachtung zu erhalten.

Fazit!

Aufmacher: Julia Kefenhörster

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