Die Päonie

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Der Sommer naht, und so auch ihre Pracht: Päonien.

Inhalt

Ihre Blüten sind groß, imposant und läuten den Frühsommer ein: Päonien. Manch einer kennt sie sicher auch unter den Namen Pfingst- oder Bauernrose. Während die Knospen verhältnismäßig unscheinbar und zum Teil von grünen Knospenkappen bedeckt sind, ist die entfaltete Blüte umso beeindruckender. Haben manche Arten eine Vielzahl von Blütenblättern vorzuweisen, halten sich andere mit jenen zurück, wissen aber durch Form und Farbe dennoch das Auge des Betrachters zu erfreuen.

Der botanische Name „Paeonia“ geht zurück auf das griechische Wort „paionia“, welches für den Götterarzt Paian steht. Dieser heilte mit eben jener Pflanze den, durch einen Kampf mit Herakles, verwundeten Pluton.

Nach Japan kam die Päonie, die dort übrigens meist „botan“ genannt wird, im 8. Jahrhundert durch buddhistische Mönche aus China. Anfangs galt sie jedoch nicht als dekoratives Gartenelement, sondern als wichtige Medizin. Als man auch ihren dekorativen Wert erkannte, pflanzte man sie zunächst in Hofgärten und Tempelanlagen, aber es dauerte bis zur Edo-Periode (1603 – 1868), bis man sie auch außerhalb dieser Bereiche als Gartenpflanze kultivierte. Besonders auf die Städte Tokyo und Kyoto sowie den Präfekturen Niigata und Shimane konzentrierte sich die Ausbreitung.
Während zur Schaustellung der Blüten wie Kirsche und Azalee die Pflanzen meist in Gruppen positioniert werden, wird die Päonie in japanischen Gartenlandschaften in der Regel solo gepflanzt, um die Aufmerksamkeit ungehindert auf die einzelnen, großen Blüten zu lenken.

Päonien findet man aber nicht nur in japanischen Gärten, sondern auch in der Kunst: zum Beispiel im Holzschnitt oder der Malerei, ebenso in der Poesie. Auch als Tattoo-Motiv wird sie gerne verwendet, sowohl separat wie auch in Kombination mit anderen Elementen (oft Tieren).
Die Päonie steht in Japan in der Regel für großes Glück (auch finanzieller Natur), Gerechtigkeit und einen edlen Geist.

Der Name der ehemaligen Piratin Shakuyaku aus „One Piece“ bedeutet übrigens auch Päonie; genauer steht der Name für die Sorte Paeonia lactiflora, zu Deutsch „Milchweiße Pfingstrose“ oder auch „Chinesische Pfingstrose“.

Bei künftigen Spaziergängen also ruhig mal die Augen offen halten und nach Päonien Ausschau halten, um sich an ihrer reichen Pracht und auch an ihren Duft zu erfreuen!

 

Fazit!

Unser besonderer Dank gilt Ryoki, für die Bereitstellung ihres Bildes.

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