Fate/Zero Lancer: Die Legende von Diarmuid ua Duibhne Teil 3

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Bildcopyright: peppermint anime, ufotable

"Bist du es, die hier siegen muss? Oder ich? Es ist keiner von uns. Es geht um die Ritterlichkeit für die wir stehen."

Lancer, Episode 15

Inhalt

Legende von Diarmuid ua Duibhne Teil 1 | Teil 2

 

Achtung: Wieder Spoilerwarnung für die Serie
Die Ritterehre von Lancer / Diarmuid ua Duibhne 

In Fate/Zero merkt man, dass Diarmuid eigentlich nur einen einzigen Wunsch hat, für den der Gral Zweck, aber nicht das Ziel ist: Jemanden in Treue zu dienen und diese Treue dieses Mal nicht zu brechen. Aus dem Grund war er sehr verhalten bis ablehnend Kayneths Verlobten Sora-Ui gegenüber. Der Master, dem er Treue geschworen hatte, war Kayneth und diese Position konnte kein anderer einnehmen, nicht einmal die Frau (wenngleich Keyneth und Sora-Ui „nur“ verlobt waren, waren sie in Diarmuids Augen ein Ehepaar. Deswegen sprach er von Sora-Ui auch immer als „Ehefrau“). Zudem erinnerte ihn Sora-Ui an Grainne, die sich auf den ersten Blick in Diarmuid verliebte und somit die Tragödie ihren Anfang nahm, auch wenn er Grainne nach einer Weile ebenfalls sehr geliebt hatte und ihr die Geas niemals zum Vorwurf machte.
Doch dieses Mal wollte Diarmuid alles richtig machen und fürchtete eine Wiederholung der Geschehnisse. Er ließ sich erst darauf ein, Sora-Ui als seinen Master in Vertretung anzuerkennen, als sie ihm vorlog, dass sie das Ganze nur für Kayneth machen würde, denn nur der Gral könnte ihn heilen – und als Ritter sei er dazu verpflichtet, alles zu tun, was seinem Herrn zu Gute käme. 
Der Vorwurf, dass Lancer nur an der Verführung seiner Frau Interesse hätte und seine Ritterehre eine Lüge war, traf ihn daher tief, da hier eine Wiederholung der Legende stattfand: Nicht Diarmuid entführte Grainne aus eigenem Antrieb heraus, sondern weil sie ihn mit einer Geas belegte. Eigentlich bat er sie anfänglich mehrmals darum, umzukehren und diese Sache totzuschweigen, was Grainne jedoch ablehnte. Mit Sora-Ui verhielt es sich ähnlich, nicht Diarmuid war an ihr interessiert, sondern sie an ihm. Der Fluch seiner Schönheit wurde ihm abermals zum Verhängnis, da Kayneth - wie zuvor schon Fionn - nicht etwa der Frau die Schuld gab, die er ja nach wie vor für sich selbst wollte, sondern Diarmuid – selbst wenn dieser nichts tat, um die Gefühle der Damen zu bestärken, außer freundlich und nett zu sein – oder wie Irisviel in „Einzbern Soudanshitsu“ bemerkte, ein „perfektes Herz“ zu haben. Ein Herz, das anderen half, auch wenn es ihm selbst schadete. Diarmuids eigentliche Absichten waren nur, Kayneth als Ritter zu dienen, eine Beleidigung dieser Absicht verletzte damit seine Ehre. Diarmuids Ritterlichkeit durchzog den ganzen Anime bis zu seinem Tod: So versprach er Saber, die mit ihm den Ritterkodex teilte, dass er ihren Master nicht schaden würde, als er Kayneth in Episode 8 zur Hilfe eilte. Zwar schien Kiritsugu ihn mehr als anzuwidern, doch nach seinem Ritterschwur tötete er nicht, als er die Gelegenheit dazu hatte – andere Servants hätten sich diese Gelegenheit nicht so einfach entgehen lassen. Aus Kiritsugs Sicht war Saber ein sehr großes Risiko eingegangen, als sie Diarmuid vertraute, aus Sabers Sicht war sie gar kein Risiko eingegangen: Die Ehre des Ritters gebot es Diarmuid, sich an sein Versprechen zu halten.

Letztlich hatte Lancer mit Kayneth allerdings den falschen Master, der zwar ein starker Magier war, aber wenig taktisches Kampfbewusstsein besaß. Um Sora-Ui vor Kiritsugu Emiya zu retten, zwang er mit seinem verbliebenen Befehlszauber Lancer dazu, sich selbst zu töten – und verriet damit dessen Loyalität. Wie schon mit Fionn, der so tat, als würde er ihm helfen und Diarmuid letztlich sterben ließ, wurde Diarmuid noch einmal verraten, von seinem Master verstoßen und getötet. Als er das erkannte und die traurige Parallele zu seinem Leben zog, verfluchte er nicht nur Kayneth im Sterben, sondern auch Kiritsugu, dass der „Heilige Gral ihm Unglück bringen soll“. Kayneth selbst starb kurz darauf durch die Hand von Kiritsugus Partnerin Maya, Kiritsugu erfuhr am Ende, dass der Heilige Gral verderbt war. Diarmuids Fluch erfüllte sich also für beide Parteien, auch wenn er selbst damit wohl nicht zu tun haben dürfte.

Der perfekte Ritter sein – das war alles, was sich Diarmuid im Gralskrieg wünschte. Allerdings wurde der Krieg für ihn zu einer traurigen Wiederholung seines Lebens. Gerade darin liegt die Tragik in seiner Geschichte.
Auch wenn es wohl interessant gewesen wäre, wenn Rider und Lancer die Plätze getauscht hätten... Lancer mit einem überforderten Master wäre sicherlich eine Anblick Wert gewesen. Wenngleich alles wohl nicht einmal ansatzweise so dramatisch geworden wäre...

Fazit!

"Euer Streben nach Ruhm lässt euch den Stolz eines Ritters mit Füßen treten! Möge mein Blut euren Traum besudeln! Der Gral sei verflucht! Der Wunsch, den er erfüllt, möge Pech bringen! Wenn ihr eines Tages in die Hölle hinabsteigt, sollt ihr an Diarmuids Zorn denken!"

Lancer, Episode 16

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