Hanami 2010

Geschrieben von
Bildcopyright: Bianca Weickert

2006 öffnete in Ludwigshafen erstmals eine Convention seine Tore, von der vielleicht nicht so viel erwartet wurde, wie sie letztendlich lieferte. Dieses Jahr ist die Hanami eine der beliebtesten Cons und feierte zum fünften Mal die Kirschblüte. Wir waren für euch vor Ort und erzählen euch, was wir darüber denken:

Inhalt

Was? Schon fünf Jahre?
Wie bitte? Alle 2.500 Wochenend-Tickets verkauft?
Ja, genau diese Fragen werden sich viele Fans der Hanami dieses Jahr wohl gestellt haben. Jeder, der sie kennt, weiß, sie kommt und geht, bevor man es überhaupt richtig registriert hat. Sie hinterlässt viele tolle Momente, ein schönes Programm und ist allgemein ziemlich familiär, gerade auch, weil es keine Mega-Con ist. Jedes Jahr kam pünktlich zum Fest der Kirschblüte auch die Sonne hinter den Wolken hervor und man konnte sich auf ein schönes Wochenende freuen. Doch dieses Jahr lief einiges anders.
Erst einmal dürften sich manche Con-Hopper wohl leider keines der beliebten Wochenend-Tickets mehr gesichert haben können, zum anderen machte der trübe Himmel Sorgen. Was uns jedoch wirklich erwartete, könnt ihr hier und jetzt lesen.

Hanami 2010 – schon ist es wieder soweit. Es ist Samstag, der 08.Mai und wir haben es 10:30 Uhr. Der Vorhof vor „das Haus“, Hanamis Lokation in Ludwigshafen am Rhein, ist vollkommen überflutet. Kaum einer der vielen, vielen Menschen ist ohne ein Cosplay zu sehen und alles ist bunt und verbreitet gute Laune. Auch das Wetter spielt gut mit, denn es scheint die Sonne und es ist warm. Wer hätte das nach den letzten trüben Tagen erwartet? Nach dem, mittlerweile zum fünften Mal, ersten Blick in die Menge, fängt man langsam an zu begreifen, dass hier nicht nur ein Fanauflauf herrscht, sondern sich auch zwei unglaublich lange Schlangen gebildet haben. Ticketverkauf? Aber wo bekommt man nun die Tageskarten und wo die Vorbestellten Wochenend-Tickets her? Guter Rat ist teuer, aber nachfragen ist bekanntlich umsonst. Allerdings scheinen selbst die Leute in der Schlange sich nicht ganz sicher zu sein. Netterweise hört jemand, der sich bereits seine Karte gesichert hat zu, und erklärt uns, dass die eine der beiden Schlangen auf jeden Fall für die Tageskarten ist. Nun herrscht noch etwas mehr Verwirrung. Man kämpft sich also durch die Menge und zu einem der Zelte rechts neben dem Eingang und prompt findet man den ersten und noch dazu netten Helfer, der uns erklärt, dass wohl beide Schlangen bei den Tageskarten landen und alle mit Vorbestellung zu ihm kommen, die Kaufbestätigung zeigen sollen und dann direkt im Zelt nebenan die Karte bekommen. So kamen wir zwar noch gut an die Karten und dank Mundpropaganda sprach es sich auch herum, aber eine bessere Ausschilderung wäre durchaus empfehlenswert gewesen.
Nachdem dieses Problem gelöst war, öffneten sich auch die Türen der Hanami – zwar mit etwas mehr als 30 Minuten Verspätung, aber ohne größere Probleme. Auch die Erklärung des Helfers machte sehr schnell die Runde und so dauerte es nicht lange, bis sich alle dort eingefunden hatten, wo sie hingehörten. Es war wirklich schon erstaunlich, wie schnell die Schlangen kleiner wurden und die Besucher gut gelaunt erst einmal im Innenbereich und Hinterhof die Shops überfluteten. Von diesen gab es auch dieses Jahr so einige mit allen möglichen Dingen, die das Fanherz erfreuen. Ob Figuren, Videospiele, Poster, Postkarten, Pins, Kleidung, Manga, Zeichenbedarf, Lesezeichen, Button, Plüschies, CDs, DVDs, Dojinshis, Kissen, Schmuck oder sogar Elfenohren und Kontaktlinsen - es gab beinahe keine Grenzen. Zwar war, wie jedes Jahr, gerade bei den Shops die ziemlich eng im Foyer gedrängt waren viel los und man hatte manchmal ein wenig Erstickungsangst, aber ansonsten kam man wie immer ziemlich gut durch. Die anderen Händler waren in Zelten im Innenhof untergebracht und natürlich gab es auch wieder einen Bring and Buy Stand, der dieses Jahr wirklich gut betucht und besucht war. Wer das erste Mal dabei war, sollte auch kein Problem damit gehabt haben, sich zu Recht zu finden. Zum einen wurde die gesamte Location in verschiedene Bereiche geteilt, die mit den Namen Akihabara, Grand Line und Matsuri Park gut zu unterscheiden waren, zum Anderen gab es bereits bei den Tickets ein Programm, in dem nicht nur stand, was man wo findet, sondern auch noch ein schön übersichtlicher Lageplan zu finden war. Sollte man noch immer nicht so Recht wissen wo und wann man sich einfinden sollte, konnte man entweder im Conbüro in der Nähe des Eingangs fragen oder einen der unzähligen Helfer, die man wirklich immer finden konnte.
Dann, endlich, wurde um kurz nach elf die fünfte Hanami mit dem traditionellen Eröffnungstanz gestartet. Auch dieses Mal hat sich das Team wieder einen Para-Para Tanz überlegt, welcher mit Hingabe und jeder Menge Spaß dem Publikum beigebracht und dann zusammen getanzt wurde. Es gab kaum jemanden, der still stand und nicht mitmachte und die Stimmung war einfach klasse. Es wurde viel gelacht und so gelang ein guter Start für eine gute Con.
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Wer sich nun nicht gerade etwas anderes überlegt hatte, blieb, wo er war und konnte sich bereits wenige Minuten später die Show- und Tanzgruppe Ice Cream killed my Cat freuen, deren Name Programm war. Man durfte zusehen, wie sich eine Selbsthilfegruppe traf, weil ihre Katzen dank der süßen Leckerei ums Leben kamen. Um sich besser zu fühlen, erzählten sie Geschichten und zeigten Tanzeinlagen, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Auch die beiden bekannten Figuren Mio und Yui aus „K-On!!“ waren mit von der Partie. Jedoch riefen gerade diese unglaublich unterschiedlichen Tanzeinlagen bei dem Publikum geteilte Meinungen hervor. Die meisten Meinungen, die ich persönlich zu Ohren bekam, waren so, dass sie die Hälfte der Show mochten, die andere Hälfte jedoch nicht. Alles in allem war es jedoch ein guter Auftritt, mit wenig Pannen und da alles über die Mikrofone und nur die Musik bei Tanzeinlagen über ein Tonband liefen, konnte man auch alles ziemlich gut verstehen.

Während der nächsten Pause verließen die wenigsten den Saal, denn jeder versuchte seinen Platz zu verteidigen. Immerhin stand wieder einmal ein Highlight des Showprogramms auf dem Plan: Der Komiker Shinji Schneider war wieder einmal vor Ort, um die Lachmuskeln der Besucher zu beanspruchen. Sein Programm dieses Jahr: Fans@Work. Denn bekanntlich ist für jeden Con-Besucher nach der Con bereits vor der Con. Egal ob es um die „Arbeit“ eines jeden Fans wie beispielsweise Fanfictions schreiben, Cosplays nähen, AMVs machen, Conberichte schreiben oder um die Kinder, die wir Conbesucher eventuell bald schon haben werden, nichts wurde ausgelassen. Mit vielen Bildern, Humor und einem Kleid sprach, tanzte und sang sich der Komiker auf der Bühne erneut in die Herzen seiner Fans.
Wieder einmal war das Programm top und einzigartig, doch leider mussten viele Fans, die vorher bereits im Saal waren und kurz auf die Toilette oder zum Getränke-Stand sind, draußen warten.
Wieso? Nun, sagen wir einmal, wir haben uns einen Programm-Punkt angesehen und sind nach diesen zwei Stunden nun so weit, dass wir mal eben das stille Örtchen aufsuchen wollen. Die Lichter gehen also an, der Bereich rund um die Bühne wird gelüftet und wir haben es etwas eilig. Schnell werfen wir unsere Tasche auf den Stuhl und bitten unsere/n Nachbar/in darum, den Platz kurz für uns frei zu halten und rennen hinaus. Nun steht man, erstaunlicherweise, nicht zu lange an der Toilette an, ist erleichtert, kommt wieder und sieht einen Menschenauflauf vor der Tür. Okay, wird wohl voll sein, denkt man sich und versucht sich den Weg hindurch zu bahnen. Vorne angekommen halten zwei Helfer die meisten Leute draußen. Also erklärt man den freundlichen Damen und Herren, dass man schon vor fünf Minuten drin war, einen Sitzplatz hat und sich nur eben erleichtern war. Die Antwort? Egal. Die Personen im Raum wurden gezählt, mehr dürfen nicht mehr rein. Ein kurzer Blick in den Raum verrät aber, dass seltsamerweise nicht einmal alle Plätze belegt sind. Trotzdem wird man hinein geschickt, um seine Sachen zu holen und dann wieder den Saal zu verlassen.
Interessant war dann nur für diejenigen, die ihren Platz hatten, dass nach und nach doch immer wieder mehr Menschen in die Halle kamen und sich zur Mitte der Show hinten schon wieder so viele Menschen auch im Stehen tummelten, weil alle Plätze nun doch besetzt waren, dass man die Wand hinten nicht mehr sehen konnte. Da fragt man sich, wieso der Ärger?

Nach Shinjis gelungenem Auftritt und ein paar Lachtränen in den Augen gönnten die meisten sich eine Pause. Erst jetzt wurde einem wirklich bewusst, wie viele gute Cosplayer sich hier tummelten. Also Fotoapparat gezückt und draufgehalten, wo es ging! Gerade auf dem Vorhof bei strahlendem Sonnenschein wurden einige Leute abgelichtet und warfen sich für die eifrigen Fotografen immer und immer wieder in neue Posen. Auch zwei kleinere Foto-Points wurden eingerichtet, an denen man sich etwas professioneller auf Bild bannen lassen konnte.
Wer nun das erste Mal Hunger verspürte, konnte sich nach Herzenslust satt essen. In der Kantine gab es ein kleines Highlight: Das japanische Restaurant Mangetsu war extra angereist, um die hungrigen Gäste zufrieden zu stellen. Wer also schon lange nicht mehr Yakitori, Takoyaki, Mandju, Curry-Reis, Ramen und Co. gegessen hatte oder diese schon lange einmal probieren wollte, kam hier voll auf seine Kosten. Das einzige, wirklich bedauernswerte war, dass viele der Gerichte, die eigentlich auch warm gegessen werden, hier leider kalt serviert wurden. Wem mehr nach etwas Süßem war, der konnte sich im Hinterhof nicht nur Kuchen, Waffeln, bunte Sahne und dazu einen warmen Kaffee gönnen, sondern sich dabei auch noch die niedlichen Maids, die einen bedienten, ansehen.

Auf für Workshop-Fans gab es bis zu diesem Zeitpunkt eine Menge zu tun. Egal, ob man Japanisch mit Manga lernen, sich die Finger mit Origami wund falten oder den Kopf beim Shogi zum Rauchen bringen wollte, es war für jeden etwas dabei. Auch während der restlichen Zeit gab es eine Menge Workshops: Kalligraphie für diejenigen, die die Schönheit der japanischen Schrift zu schätzen wissen, Event-Organisation für heranwachsende Orgas, Cosplayplanung und Materialien für angehende Cosplayer, Grundlagen der digitalen Fotografie für all jene, die sich auch mal auf Schnappschussjagd machen wollen, Koloration am PC, Bildbearbeitung und Fotoretusche und , als besonderes Highlight für alle Zeichner, Uniques Charakterdesign mit Schwerpunkt auf experimenteller Angriffsstrategie, der von keinem geringeren als David Füleki, dem Zeichner von „Struwwelpeter“ geleitet wurde.
Auch eine Cosplay-Modenschau war zu sehen. Jeder, der zwar ein schönes Cosplay hatte, sich aber nicht für bühnengeeignet hielt, konnte hier seine Kostüme zur Schau stellen und vielleicht einen Preis abräumen. Die Teilnahme war wirklich groß und so konnte man gut 50 Teilnehmer bewundern.
Natürlich gab es auch dieses Jahr wieder einen Gamesroom, in dem man sich an den neuesten Konsolen, Spielen und natürlich auch wieder beim Dance Dance Revolution austoben konnte. Noch musikalischer ging es natürlich im Karaoke-Raum zu, in dem nonstop Lieder geträllert wurden. Für alle, die es etwas ruhiger haben wollten, bot sich der Videoraum an, in dem auch dieses Jahr wieder jede Menge Serien gezeigt wurden.
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Um halb drei konnte man dann sein eigenes Wissen unter beweis stellen. Bei dem tollen 1, 2 oder 3 Retro-Quiz durften die Teilnehmer auf der Bühne fröhlich umher hüpfen, dabei die richtige Antwort finden und mit etwas Glück, dank dem Ausscheid-Verfahren, einen Preis gewinnen.
Danach folgten die mittlerweile ziemlich berühmten Tanz- und Gesangsgruppen Ongaku no Kara und Romance Kakumei, welche dieses Mal ihre Programme zusammenwarfen und den Fans ein großes Event baten mit viel Musik, vielen Farben und Gefühlen.

Ab 17:00 Uhr, mit minimaler Verspätung, durften dann auch endlich die Cosplayer in den Kategorien Einzel und Gruppe zeigen konnten, was sie drauf haben. Es gab Gesang, noch mehr Tanz, einige erfundene Szenen zu Serien, dafür aber erstaunlich wenige, wirklich witzige Showeinlagen, die man sonst eigentlich immer gewohnt war. Der Saal war ziemlich überfüllt und überall drängten sich die Besucher, wo es nur ging. Dieses Jahr hatte man jedoch glücklicherweise nicht das Problem, dass es zu stickig gewesen wäre, vielleicht aber auch, weil es draußen nun nicht ganz so warm war, wie im Vorjahr.

Auch nach der Preisverleihung des Cosplay-Wettbewerbs spielten sich Ongaku no Kara noch einmal in die Herzen der Zuhörer, dieses Mal jedoch unplugged und ohne Tanz. Dabei gab es viel zum mitsingen, denn es wurden nicht nur japanische Anime-Songs geträllert, sondern auch die deutschen Kollegen durften erklingen und machten dem Publikum jede Menge Spaß.

Nach einer weiteren kurzen Pause kam dann auch schon der letzte, aber mit Sicherheit nicht schlechteste Programmpunkt des ersten Hanami-Tages. Für mich persönlich war Project AT neben Shinji Schneider ein absolutes Muss. Letztes Jahr überzeugten sie bereits mit einer Vorführung zu dem Anime „Air Gear“ und auch dieses Jahr hatten sie sich eine große Serie zum Vorbild genommen – „Code Geass“. Project AT schafft es jedes Jahr wieder, eine gelungene Aufführung mit verschiedenen Elementen zu schaffen. Auch dieses Jahr gab es wieder einen lebendigen Mix aus Szenen der Serie, die auf der Leinwand abgespielt wurden, sehr viel Schauspielerei und Tanz. Interessant war dabei, dass alle Texte nicht durch manchmal für die Schauspieler störende Mikrofone gesprochen wurden, sondern über ein Tonband liefen. Die Mitglieder der Gruppe lösten dieses Problem sehr souverän, da sie alle ihre Texte perfekt getimt hatten und somit die Lippensynchronisation wirklich klasse hinbekamen. Auch in den sehr kurzen Pausen, die manchmal zum Kostümwechsel gebraucht wurden und in denen keine Anime-Szene lief, haben sie sich etwas einfallen lassen und einen Text ausgetüftelt, der sehr gut zur Serie passt und die ganze Atmosphäre spannend machte. Erzählt wurde die Geschichte der ersten Staffel, logischerweise mit kleineren Änderungen und vielem, das ausgelassen wurde, da die Zeit sonst einfach nicht gereicht hätte. Von der ersten Minute an bis zum überraschenden und bewegenden Ende war das Publikum wie gebannt von der Show, die die Gruppe dort ablieferte. Vor allem schafft es Project AT immer wieder, alle ihre Elemente unter einen Hut zu bekommen, ohne dabei ein Gefühl von abgehackten Einzelszenen entstehen zu lassen und dabei etwas Komplettes und ganz Großes zu schaffen. Wer das Programm noch nicht gesehen hat und vielleicht noch die Möglichkeit auf einer anderen Con dazu bekommt, sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen, denn selbst wenn viele Rollen wirklich schwer zu spielen sind, hat die Truppe von Project AT es gemeistert!

Wer somit um kurz nach 21:00 Uhr noch immer nicht müde war, konnte bis 22:00 Uhr noch einige Händlerstände stürmen und natürlich noch jede Menge Fotos machen, Karaoke singen, sich im Gamesraum austoben und im Videoraum Vorstellungen anschauen. Das Congelände schloss erst um 01:00 Uhr.
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Für alle, die am Vortag nicht so lange wach waren oder die weniger Schlaf brauchten, ging der Tag schon vor Einlass um 09:00 Uhr los. Sonntag war, wie jedes Jahr, wieder eindeutig weniger los, als am Samstag. Auch das Wetter spielte nicht so mit, wie es sollte, denn über den Tag verteilt gab es doch schon den einen oder anderen Regenschauer, der dann so plötzlich ging, wie er kam. Auch das Programm lies es ruhiger angehen.

Wer vorhatte an dem Vorentscheid für die DCM Teilzunehmen, konnte um 09:30 Uhr noch einmal sein Kostüm durchchecken lassen und kleine Fehler noch beheben, bevor es Zeit für die Vorführungen war. Um 10:30 Uhr war dann auch schon die erste und gleichzeitig letzte Tanzgruppe an diesem Tag auf der Bühne zu sehen: ANAY – Yami no Hikari, die ein Programm zu der allseits beliebten Spiele-Reihe „Kingdom Hearts“ zum Besten gab.
Jedoch stand der Sonntag dieses Jahr auf jeden Fall im Zeichen der Fotografen, Vorführungen und Workshops. Abgesehen von den Essensmöglichkeiten, dem Games-, Video- und Karaokeraum konnte man vor allem bei den lustigen Wettbewerben wie Mr und Mrs Hanami, Fast and Furious Skizzier-Wettbewerb und der Hanami-Rallye teilnehmen, Preise abstauben oder einfach nur zusehen. Wer es nun etwas traditioneller japanisch mochte, konnte sich in der Kampfarena im Hinterhof Vorführungen zu den Sportarten Kyudo und Iaido ansehen oder auf der Bühne die berühmten Trommelkünste von Taiko-Spielern bewundern. Natürlich durften auch die Besucher selbst einmal Hand anlegen.

Für alle, die lieber selbst aktiv sein wollten, bot sich vor allem einer der vielen Workshops an, die jedoch wie bereits am Vortag wieder als Bedingung mit sich brachten, dass man jede Menge Zeit im Schlepptau hatte. So konnte man dieses Mal auch japanisch Kochen lernen, sich den zweiten Teil des Event-Organisations-Workshops ansehen, den alljährlichen Cosplay-Workshop am Sonntagmorgen besuchen oder das Zeichnen mit Aquarell lernen.

Auch Berühmtheiten konnte man treffen und sich von ihnen eine kleine Wunschkleinigkeit in sein Con-Hon kritzeln lassen. Es gab nämlich auch an beiden Tagen Signierstunden mit den deutschen Mangaka David Füleki – „Struwwelpeter“, Daniela Winkler – „Grablicht“ und keinem geringeren als Robert Labs, dessen neustes Werk „Domicile“ sich momentan großer Beliebtheit erfreut.
Jedoch war gerade am Sonntag ein sehr seltsamer Ort dafür gewählt. Wer das Foyer kennt, weiß, dass es gerade in dem kleinen Gang, an dem zwei Reihen Händlertische gestellt werden, ziemlich eng und gedrängt werden kann. Wir nennen es auch liebevoll „den Strudel des Todes“ weil man hier manchmal schon hängen bleiben kann, ohne dass es vorwärts oder rückwärts geht. Am Ende der einen Reihe muss man umdrehen, da am hinteren Ende eine Sackgasse und Toiletten sind und genau vor der Herrentoilette fand man die beschäftigten Künstler beim Signieren oder Werkeln an ihren Arbeiten.

Um 15:00 Uhr startete dann auch der Vorentscheid zur Deutschen Cosplay Meisterschaft. Doch leider war auch dieses Jahr wieder die Teilnehmerzahl erschreckend gering dafür, dass so viele gute Cosplayer vor Ort waren. Ganze sechzehn hatten sich angemeldet, erschienen sind jedoch gerade einmal sieben der Teilnehmer.
Dieses Jahr wurden das erste Mal nur Paare beim Cosplay zugelassen, da man sich mehr Teilnehmer erhoffte, wenn man nicht mehr allein auf der Bühne stehen musste. Leider ohne besonders großen Erfolg. Es waren wieder jede Menge gute Cosplayer dabei, die eine gute Show lieferten. Gewonnen haben in diesem Fall die beiden Mädchen, die gern die Namen Aya und Yohko verwenden. Sie hatten die Startnummer fünf und traten somit, dank Ausfällen als dritte auf. Ihr Cosplay stammt aus „Kuroshitsuji“ oder auch „Black Butler“, aus dem Yohko die Figur Elizabeth Middleford und Aya Dorocell Kainz spielten. Wem die beiden bekannt vorkamen, der sollte sich nicht wundern, denn sie gehören beide zu der oben erwähnten Showgruppe Project AT.

Um 17:00 Uhr endete dann nach einer Abschlussrede und einem erneuten gemeinsamen Performen des Eröffnungstanzes die fünfte Hanami mit viel Aufregung, den meisten Besuchern bisher, jeder Menge guter Shows, wenigen Problemen, vielen Workshops und Freizeitgestaltungen, viel Sonne und Regen und jeder Menge guter Erinnerungen. Damit bleibt uns nur zu sagen: Vielen Dank an alle, die eine so schöne Convention gestaltet und organisiert haben, an alle, die dazu beigetragen haben und wir freuen uns schon auf ein wiedersehen 2011!

Fazit!

Jeder der die Hanami schon einmal besucht hat, weiß die Atmosphäre dort zu schätzen und auch dieses Jahr hat sich die Con wieder von ihrer besten Seite gezeigt. Kommt und besucht sie nächstes Jahr auch!

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