Sugar

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Bildcopyright: Sugar

Der Bandname ist nicht nur, was die Outfits betrifft, nicht wirklich Programm, auch zuckersüße Popsounds sucht man hier vergeblich. Stattdessen steht das Quartett für soliden, jazzlastigen Rock und konnte sich trotz der recht kurzen Bandgeschichte durchaus Anerkennung in der VK-Szene schaffen.

Profil

Nachdem Sänger Loki, Gitarrist Sizna, Bassist Shingo und Schlagzeuger atsuto bereits seit einiger Zeit gemeinsam musizierten, gründeten die vier 2005 offiziell eine Band namens Sugar. Am 01. Februar gaben sie ihr Debüt im Urawa Narciss, wo die erste Single „ridicule / Dryflower“ auf 500 Stück limitiert unter das Volk gebracht wurde. Im August folgte die Maxi-Single „mental sketch modified“, die am „Kuro Ari to Shirozatou“ betitelten Event in der Takadanobaba AREA verkauft wurde. Danach wurde es releasetechnisch bereits etwas still um Sugar, denn erst im Januar 2006 erschien die zweite Single „berry“, die auf der ersten Tour mit dem Titel „Kuro Ari to Shirozatou Vol. 2.” verkauft wurde. Im Mai fand sich die Band mit Calmando Qual und The Candy Spooky Theatre zusammen und am Konzert in der Takadanobaba AREA bekamen Fans die Split-Single „Mikkai“ geschenkt, auf der sich jeweils ein Song der drei Gruppen befand.

Wenig später begannen Sugar, ihre weiteren Werke unter ihrem eigenen Label Graveyard Records zu veröffentlichen. Den Anfang machte das Album „Grave Of Mind“, das im Juli erschien. Exakt einen Monat später kam die Single „Dryflower“ auf den Markt. Zwischendurch ließen sich Sugar gerne mit Musikerkollegen wie bis, lynch. und KuRt auf der Bühne blicken. Zudem tourte die Band zusammen mit emmuree unter dem Titel „- Darker Meets Deeper -”. Die gleichnamige Split-Single erschien im November.

Bis zum Februar 2007 mussten sich die Fans jedoch gedulden, erst dann wurde die Single „Rotten Words“ veröffentlicht. Im Juli tourten Sugar zusammen mit Kaya. Außerdem erschien die Single „Yokusou“ und Besucher der „Sweet Circus“-Tour durften sich über die gleichnamige Single freuen, von der auf jedem Konzert eine eigene Version mit unterschiedlichem Cover verkauft wurde. Bassist koto verkündete am Ende des Jahres seinen Abschied und gründete 2009 mit vier im Musikbusiness ebenfalls bekannten Gesichtern die Band amber gris. An seine Stelle rückte Shingo, der ein bis dato unbekanntes Gesicht in der Szene war.

Im Januar 2008 begaben sich Sugar zusammen mit 9GOATS BLACK OUT auf eine kurze Tour, die den Namen „BLACK Sugar POT“ trug. Diese Erinnerung bannten die beiden Bands in ein Photobook mit rund 200 Schnappschüssen, das ein Jahr später erschien und über den Online-Shop von 9GOATS BLACK OUT erhältlich war. Auch sonst war dieses Jahr ein besonders arbeitsintensives für Sugar. Nachdem im Januar die Single „Blossom“ erschienen war, folgte im März das Album „Sweetest“. Bereits einen Monat später war die Single „In Pain“ erhältlich, gefolgt von „Antlion“ im Juni und „Ruddy Afterglow“ im August. Schlussendlich stand im November das neue Mini-Album „[Re:261156] Addere“ in den Regalen. Zusammen mit Dio –distraught overlord erschienen Sugar im Dezember auf der Oni-Con in Houston/USA.

Nicht nur musikalisch zeigten die Bandmitglieder ihr Talent. Sizna, Shingo und Atsuto entwarfen zusammen mit ihren Kollegen von Vanilla Edge eine auf jeweils nur wenige Stück begrenzte Schmuckkollektion, die Anfang 2009 auf den Markt kam. Im März verkündeten Sugar dann jedoch sehr unerwartet ihre Trennung nach ihrem letzten Live der „Sugar LAST ONEMAN TOUR [epilogue]“-Tour am 04. Juli im Shibuya O-EAST. Als Grund dafür wurden unüberwindbare Meinungsverschiedenheiten, die Zukunft der Band betreffend, angegeben.

Als Pre-Event zur Abschlusstour fanden am 08., 09. und 10. Mai Konzerte zusammen mit jeweils zwei weiteren Bands statt. Am ersten Tag gaben sich lynch. und Sel’m die Ehre, am zweiten Tag traten MaitoreiA und DuelJewel auf und am finalen Tag durfte man boogieman und Moran bewundern. Am 20. Mai erschien offiziell die letzte Single „letter“, die jedoch bereits zwei Wochen zuvor während der Tour erstmals verkauft worden war. Am 17. August durften sich Fans der Band noch einmal über eine DVD mit dem Titel „[ epilogue ]“ freuen.

Ein kleiner Trost war sicherlich die Tatsache, dass alle Bandmitglieder dem Musikbusiness treu blieben und neue Projekte in Angriff nahmen. Gitarrist Sizna trat im Sommer 2010 der Band Moran bei, für die er zuvor bereits gelegentlich als Support gedient hatte.
Schlagzeuger atsuto ersetzte bei 9GOATS BLACK OUT zunächst temporär den ausgestiegenen aki und kam schließlich bei der 2011 gegründeten Band Sika-bambi unter.
Bassist Shingo hingegen gründete, nachdem er kurze Zeit bei Moran als Support gearbeitet hatte, zusammen mit Musikerkollegen der ebenfalls getrennten Bands Vidoll, Charlotte und Phantasmagoria, die Gruppe GOTCHAROCKA.
Sänger Loki gründete zunächst die Band König, die jedoch keine nennenswerten Aktivitäten startete. Danach beschäftigte er sich damit, ehemalige Musikerkollegen zu promoten. Im Juni 2013 gab Loki zusammen mit Gitarrist Shun (ex-Vidoll), Bassist Yanagi von Swallowtail und Yune, dem ehemaligen Schlagzeuger von the GazettE, ein Konzert im Shibuya REX. Kurz darauf wurde verkündet, dass sich ein Teil dieser Gruppe – genauer gesagt Loki, Shun und Yune – unter dem Namen LOUAGE für ein weiteres Konzert im August formieren würden. Den Platz am Bass übernahm Newcomer Yuki, die zweite Gitarre spielte erina, ex-Mitglied von VII-sense.

Musikstil

Süß sind Sugar nur bedingt – der elegante Sound der VK-Band basiert auf melodischem Rock, der jedoch in Songs wie beispielsweise Antlion durch zusätzliche Blasinstrumente gerne etwas jazzlastig klingt. Auch Gothic-Einflüsse sind nicht nur durch die oft düsteren Kostüme sondern besonders durch Sänger Lokis meist dramaturgischen und kraftvollen Gesang zu erkennen. In hohen Tonlagen verleiht er Songs wie Blossom hingegen einen sanften Charakter.

Mit seinem expressiven Gitarrenspiel zog Gitarrist Sizna gerne die Aufmerksamkeit der Fans bei Lives auf sich und auch auf CD lag der Fokus sehr oft auf den ausgefeilten Gitarrenriffs. Der Bass klang zu Beginn der Bandkarriere oftmals zurückhaltend, mit dem Wechsel von koto zu Shingo erscheint er aber zumindest in manchen Songs etwas dominanter.
Alles in allem konzentrierten Sugar sich auf melodische Jazzballaden und leichte Rocksongs und blieben diesem Stil über die Jahre hinweg merklich treu. Die musikalische Bandbreite der Songs ist dadurch zwar nicht sonderlich groß, jedoch bei genau dem Sound, der wie natürlich für sie geschaffen scheint. So entwickelten sie diesen kontinuierlich weiter, statt gewagte Experimente zu veranstalten.

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