Inhalt
Es hätte doch alles so schön sein können. Yusuke ist jung, gut aussehend und will eigentlich nur den Sommer und die freie Zeit unter der Sonne genießen. Sein Vater hat jedoch andere Pläne. Dieser will nämlich, dass sein Sohn über den gesamten Sommer hinweg im Restaurant Pia Carrot arbeitet. Widerstand ist da wohl zwecklos und Yusuke verabschiedet sich schon mal von seiner kostbaren Jugend, die mit jedem Tag weiter schwindet.
Ganz so schlimm ist die Arbeit im Pia Carrot dann aber doch nicht. Immerhin ist Yusuke dort von bildhübschen Mädchen wie Shoko, Satomi und Reika umgeben und die äußerst attraktive Chefin Shiho gibt es ja auch noch.
Und die sind alle nicht so ganz uninteressiert, wenn es um ihren männlichen Kollegen geht, auch wenn Shiho kaum mit den Angestellten redet, Reika Yusuke häufig aus dem Weg geht, Satomi sich eigentlich stets nur über ihn aufregt und auch Shoko nicht wirklich zugeben möchte, dass sie ein wenig für ihn schwärmt. Alles halb so schlimm, denn wenn man erst einmal alleine ist, ändert sich das schlagartig!
Reika ist die erste, die, wann immer sie und Yusuke allein sind, Annäherungsversuche startet, wobei sie nicht nur ziemlich direkt ist, sondern auch vollen Körpereinsatz zeigt. An einer Beziehung scheint sie aber nicht wirklich interessiert.
Ganz anders Shoko – sie ist Yusuke mit Haut und Haar verfallen und kann sich eigentlich nichts Schöneres vorstellen, als mit ihm zusammen zu sein. Das kann sich auch mal so äußern, dass sie den geplanten gemeinsamen Karaoke-Abend absagt und den Mann ihrer Träume dafür ins Love Hotel entführt. Und auch die Chefin wird in einem besonderen Moment schwach.
Lediglich Satomi bleibt weiterhin abweisend – aber wer weiß, vielleicht will sie damit ja auch nur über ihre eigenen Gefühle hinwegtäuschen?
Details
Willkommen bei Pia Carrot ist ein Erotikanime, der vor allem jene anspricht, die sich für das weibliche Geschlecht interessieren, gibt es hier doch ein recht ordentliches, fast ausnahmslos weibliches Ensemble an Figuren. In diesem Sinne erinnert „Willkommen bei Pia Carrot“ nicht nur an andere Hentai, sondern vor allem auch an harmlosere, meist humorlastige, Harem-Anime wie „Love Hina“.
Natürlich kommt „Willkommen bei Pia Carrot“ damit nicht an die Klassiker unter diesen Comedies heran, da die Handlung zumeist ja nur wie ein Bonus wirkt, um die hübschen Mädchen besser in Szene zu setzen, aber es ist zumindest eine nette Zugabe, die diesen Anime über so manchen anderen Hentai stellt.
Letztlich bleibt er aber genau das – wer also mit den Sexszenen nichts anfangen kann, für den ist „Willkommen bei Pia Carrot“ nicht geeignet. Wen diese nicht stören, der könnte, sofern man denn Fan von Love Hina und Co. ist und auch über anspruchsloseren Humor lachen kann, mit „Willkommen bei Pia Carrot“ ebenfalls seinen Spaß haben. Und Fans von Erotik, tja, für diese ist dieser Anime sowieso in erster Linie gedacht.
Umsetzung
Unter Berücksichtigung des Alters, hat man es hier doch mit einem sehr ansehnlichen Anime zu tun. Es hätte zwar nicht geschadet, wenn das Bild schärfer und die Farben satter wären, aber allzu groß sind die Schwachpunkte dennoch nicht.
In welcher Form der Ton vorliegt ist nicht ersichtlich, dem Klang nach zu Urteilen lässt der deutsche Ton allerdings kaum etwas zu wünschen übrig, während die japanische Tonspur leider nicht ganz überzeugt.
Mit der deutschen Synchronisation ist das so eine Sache: Einige der Sprecher passen gut bis sehr gut zu ihren Rollen, vor allem Yusuke und Shoko, während andere nicht nur äußerst amateurhaft klingen, sondern auch so gar nicht zu den Figuren passen wollen. Die japanische Fassung überzeugt hingegen in allen Belangen.
Die gelben Untertitel sind gut lesbar, Fehler sind kaum aufgefallen und das Timing stimmt auch. Positiv ist außerdem, dass sich die Schreibweise stark an die japanische Fassung hält. So heißt es auf Deutsch zwar Shoko, im Untertitel allerdings Shôko-chan. Untertitelspuren sind zwei vorhanden, beide auf Deutsch, wovon eine nur Episodentitel und dergleichen übersetzt, was die deutsche Synchronfassung gut ergänzt.
Packung
Die Vorderseite des rosaroten Amaray-Case zeigt Satomi und Rumi, Yusukes Schwester, sowie den Schriftzug des Titels und natürlich das Pink Lemon Logo.
Die Rückseite bietet insgesamt zehn Screenshots sowie ein ebenfalls direkt aus dem Anime stammendes, jedoch vom Hintergrund befreites Bild von Shoko. Außerdem findet man hier ein paar einführende Worte, sowohl zur Story, als auch zum Anime im Allgemeinen und die üblichen Daten wie Altersfreigabe, Sprachfassungen, Untertitel, Laufzeit, Genre und Bonusmaterial.
Öffnet man das Amaray-Case, findet man ein paar Zettelchen mit Werbung für den MangasZene Shop und seine Produkte sowie ein Miniposter.
Extras
Bei den Extras findet man reichliche Informationen über japanische Anreden, das Spiel welches dem Anime zugrunde liegt sowie über Dating Sims im Allgemeinen. Des Weiteren gibt es eine Bildergalerie und den Hinweis auf die baldige Veröffentlichung von Dragon Pink.
Ein Booklet gibt es leider nicht, dafür aber das bereits erwähnte Miniposter.
Fazit!
Will man einen echten Hentai, so muss man sich damit abfinden, dass es hier zwar viel Erotik gibt, es aber eben nicht so oft zur Sache geht. Will man eine schmutzige Comedy, stören einen womöglich die paar Sexszenen. Da die Grenze zwischen den Genres aber nicht allzu groß ist, gibt es bestimmt einige, die mit „Willkommen bei Pia Carrot“ ihren Spaß haben werden. Zumindest bekommt man hier mehr Plot geboten als bei manch anderem Erotikanime und es wird sich weder zu ernst genommen, noch wird die Grenze des guten Geschmacks überschritten. Wer einfach mal in einen Hentai reinschauen will, ist hier besser bedient, als bei so mancher Alternative.
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