Luna Sea

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Bildcopyright: Luna Sea

Luna Sea – eine der bedeutendsten und einflussreichsten Vertreter des Visual Kei, die ihren Durchbruch erst schaffen konnten, nachdem sie von keinem geringeren als Visual Kei Mitbegründer hide von X Japan entdeckt wurden.

 

Profil

1986 gründeten J und Inoran „Lunacy“. Später stießen noch SUGIZO und Shinya, die sich schon aus einer früheren Zusammenarbeit kannten, und Ryuichi hinzu. Es folgte die Namensänderung in das heutige „Luna Sea“.

Erst 1989 spielten sie ihr erstes Livekonzert und veröffentlichten die Demotapes „Lunacy“ und „Shade“. Ein Jahr später folgte erneut ein Demotape, „Lastly“. Doch der erwünschte Erfolg, eine Plattenfirma zu finden, ließ noch auf sich warten. Luna Sea war im damaligen konservativen Japan durch das schwarze Lackleder und das dazu passende feminin geschminkte Erscheinungsbild zu auffällig.
Doch genau aufgrund dieser Auffälligkeiten wurde hide von X Japan auf die fünf Jungs aufmerksam. Er stellte sie Yoshiki vor, der Luna Sea schließlich für sein Independent-Label Extasy Records unter Vertrag nahm.

1991 erschien das erste, nach ihnen selbst benannte, Album „Luna Sea“, das sofort auf Platz eins der Oricon Charts einstieg.
1992 wurde das zweite Album „Image“, welches bereits unter einem Major-Label bis auf Platz neun stieg, veröffentlicht und das dritte namens „Eden“ folgte nur ein Jahr später.
In diesem Jahr konnten sich die Fans auf die erste Single mit dem Namen „Believe“ freuen. „In my dream“ erschien ebenfalls 1993. In den weiteren Jahren bis 1996 veröffentlichten Luna Sea jährlich zwei Singles, darunter Werke wie „True blue“, „Desire“ oder „In Silence“, die allesamt ebenso erfolgreiche Plätze in den Charts verbuchen konnten.

Nach diesen sehr aktiven und vor allem erfolgreichen Jahren folgte 1997 eine Zeit, in der sich die Bandmitglieder vermehrt auf ihre Soloprojekte konzentrierten. Für die Band Luna Sea blieb dies nicht völlig ohne Nachwirkungen, denn es erfolgte schließlich ein musikalischer Wandel, der sie weg vom Image des Visual Keis und in eine Schiene des Pop führte. In diesem Stil wurde ihre Musik schließlich als Opening und Ending für die japanische Fernsehserie „Kamisama Mou Jukoshi Dake“ (deutsch: „Gott, bitte gib mehr Zeit“) verwendet, stellte aber nichtsdestotrotz einen ihrer größten Hits dar.

In den beiden darauf folgenden Jahren zog es Luna Sea erstmals in Städte wie Hongkong, Shangai und Taipeh, weswegen sie auch außerhalb Japans große Erfolge verzeichnen konnten.

2000 erschien das Album „Lunacy“ und wies damit namentlich schon auf ein Ende hin. Offiziell wurde Luna Sea am 27.12.2000 auf dem letzten Konzert der „Final Act Tour“ aufgelöst.

Knapp sieben Jahre später meldeten sich Luna Sea dann aber wieder zurück und spielten im ausverkauften Tokyo Dome ein Konzert mit dem passenden Titel „GOD BLESS YOU ~One Night déjàvu~“. Im Mai 2008 traten sie neben ebenso bekannten Bands wie Dir en greyVersailles oder MUCC auf dem „hide Memorial Summit“ auf, einem Gedenkkonzert für den verstorbenen hide.

Offiziell gab es noch keine Reunion von Luna Sea, aber ganz ausgeschlossen scheint dies, nach Anspielungen der Band selbst, auch nicht zu sein. Es bleibt also abzuwarten, was die nächsten Jahre bringen, denn auch das erste Konzert 2007 kam völlig unerwartet.

Musikstil

Musikalisch variierte der Stil Luna Seas von Anfang an und ist damit schwer zu beschreiben.
Anfänglich ließen sie sich dem klassischen Bild des Visual Keis zuordnen, sie vereinten die verschiedensten Elemente, die die Rockmusik bietet, der Stil reicht von Progressive Rock über Hard oder Alternative Rock bis hin zu Punkrock. Optisch fallen sie mit den typischen Lederkluften, langen bunt gefärbten Haaren und feminin geschminkten Gesichtern auf.
1997 kamen musikalisch Einflüsse aus dem eher ruhigeren Pop, während sie optisch etwas von dem auffälligen Auftreten Abstand nahmen.
Luna Sea, die von ihrem Anfang 1986 bis zum offiziellen Ende 2000 und der „Reunion“ 2007 immer in derselben Aufstellung bestanden und heute noch bestehen, spielen damit mal poppige, ruhige Balladen, dann aber wiederum schnelle, harte Stücke.

Das Ergebnis dieses musikalischen Mixes bilden Songs, die, jeder für sich genommen, als eigenständig anzusehen und anders zu vorherigen Liedern sind.
Dennoch haben alle Werke eines gemeinsam: Die Musik vermittelt das Gefühl einer beinahe mysteriösen Atmosphäre, hervorgerufen durch einen dominierenden Bass und den individuellen Gesang.

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