Profil
Im August 2004 taten sich in Nagoya der Sänger Hazuki (ex deathgaze), Gitarrist Reo (ex Gullet) und der Schlagzeuger Asanao (ex Sicstar) zusammen und gründeten lynch.. Alle Mitglieder waren vorher bereits Teil anderer Visual-Bands gewesen, sodass sie sich auf eine Menge Erfahrung stützen konnten. Doch schon zeichnete sich ein Problem ab, das sich bis in die aktuelle Bandgeschichte ziehen sollte: lynch. hatte keinen Bassisten. Noch nicht. Ihr erstes Konzert im Dezember 2004 spielten sie in Shibuya mit Yukino als Supportbassist, der, wie Reo, zuvor bei „Gullet“ gewesen war.
2005 begannen sie, durch Japan zu touren und ihr erstes Album „greedy dead souls“ zu promoten, welches mit seinem ungewöhnlichen Umfang von zehn Tracks eine Menge Aufmerksamkeit auf die junge Band lenkte. Da die Band nur mit Supportbassisten für die Liveauftritte arbeitete, übernahm Sänger Hazuki bei den Studioaufnahmen diesen Part. Anders als die meisten anderen Bands, die sich durch Singles und Alben eine Fanbase aufbauen, verfolgte lynch. von Anfang an das Ziel, live zu überzeugen. Vorzugsweise waren sie auf Events, wo viele Bands spielten, um deren Fans „zu stehlen“, wie Hazuki in einem Interview sagte. Auch ihr gesamtes zweites Jahr verbrachten sie so auf den Bühnen Japans – mit „deadman“, „babylon“ und alleine. Das Konzept ging auf und ihre Maxi-Single „underneath the skin“ war im November 2005 direkt ausverkauft.
Nach einer weiteren Tour mit „deadman“ kündigte die Band 2006 überraschend an, eine vorübergehende Pause einzulegen. Bereits nach vier Monaten ging es jedoch mit einem Single-Release und einer Tour weiter. Das Jahr wurde schließlich mit den beiden Maxi-Singles „roaring in the dark“ und „enemy“ beendet. Auch in der Besetzung hatte sich 2006 einiges getan: Yukino war als Supportbassist ausgestiegen und durch Hikaru ersetzt worden, außerdem hatte sich im Juli Yusuke als zweiter Gitarrist der Band angeschlossen.
2007 stand ganz im Zeichen zweier Albumveröffentlichungen: „The Avoided Sun“ im April und „The Buried“ im November, mit deren Promotiontouren lynch. das ganze Jahr über beschäftigt waren. Ein besonderes Highlight war die Frühlingstour mit Sadie und girugämesh. Außerdem nahm mit Junji wieder jemand anderes die Position des Supportbassisten ein. Ein besonderes Ereignis für die europäischen Fans der düsteren, kraftvollen Musik war die Veröffentlichung von „The Buried“ im Ausland.
Nachdem im Jahr zuvor der Schwerpunkt auf den Alben gelegen hatte, konzentrierten sich 2008 die Jungs wieder auf ihre Touren: Neben ihrer ersten und zweiten Oneman-Tour „URGE to DROWN“ und „The Diffusing Ideal“ gingen sie auch noch auf Couplingtouren mit Sadie, SCREW und Mix Speaker’s, Inc.. Trotz des vollen Liveprogramms war noch etwas Zeit für die Maxi-Singles „adore“ und „Ambivalent Ideal“.
2009 erschien schließlich mit „Shadows“ das vierte Studioalbum, dem lynch. die ausgedehnte „Shadow Impulse“-Tour von Juli bis Dezember widmeten. Zum Ende des Jahres gab es wieder etwas zu feiern- den fünften Bandgeburtstag, der mit einem großen Konzert in Nagoya, dem Geburtsort der Band, zelebriert wurde.
2010 überschlugen sich die Ereignisse: Die Band kündigte den Wechsel vom Indie-Label „Marginal Works“ zum Major-Label „CLJ“ an. Deswegen gingen sie auch – natürlich – auf eine „Last Indies“-Tour und mit „Judgement“ erschien im September ihre letzte Indie-Single. Im Dezember sollte es dann in Nagoya die „the ideal“-Show zum sechsten Band-Geburtstag geben. Allerdings erkrankte Sänger Hazuki an den Stimmbändern und konnte an einigen Konzerten nicht teilnehmen. Erst Anfang 2011 hatte er sich wieder vollkommen erholt. Auch im Line-up hatte sich etwas Bedeutendes getan: Im Laufe des Jahres hatte Supportbassist Junji die Band verlassen und war durch Akinori ersetzt worden, den lynch. als fünftes Mitglied in die Band fest aufnahmen.
Das Jahr 2011 begann so unter sehr guten Vorzeichen. Erstmals hatte lynch. eine komplette Besetzung, Sänger Hazuki war wieder gesund und der Wechsel zum Major-Label war vollzogen. Mit „I Believe in Me“ gab es im Juni wieder einen Album-Release, der mit der Promotiontour „The Belief in Myself“ bis zum Finale im September auch live fleißig beworben wurde.
Musikstil
Wie bei so vielen anderen Nagoya Bands ist auch der Stil von lynch. recht düster und hart. Nicht selten gebraucht Sänger Hazuki seine Stimme zum kraftvollen Schreien, wobei aber melodische Passagen nicht zu kurz kommen. Da Hazukis Stimme warm und voll klingt, kommt sie bei Beidem gut zur Geltung. Die Stücke von lynch. sind sowohl schnell als auch voller Energie, nur selten langsamer und ruhig. Dafür zeichnet sich die Musik der Band durch abwechslungsreiche Kompositionen der Instrumente aus. Auch wenn ihre Musik meist hart ist, entsteht kein akustisches Wirrwarr: Man kann jedes Instrument heraus hören, jedes einzelne kommt zur Geltung. Freunde von etwas lauterer Musik sollten zumindest einmal in lynch.‘s Liedern reinschnuppern.
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