2013-12-03 - "Kaguya Hime no Monogatari" auch für den internationalen Markt?

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Quelle: japantoday.com, ghibliworld.de

Seit über einer Woche läuft "Kaguya Hime no Monogatari", der jüngste Film von Studio Ghibli, in den japanischen Kinos. Er behandelt die Geschichte eines Mädchens, das anfangs däumlinggroß von einem Bambusschneider im Wald gefunden und von ihm und seiner Frau großgezogen wird.

Die bisherigen Filmkritiken in Japan äußern sich größtenteils positiv. Dennoch ist es fraglich, ob "Kaguya Hime no Monogatari" es auch in die westlichen Kinos schafft.

 

Derzeitig wird darüber spekuliert, ob man den Film in seiner Originalfassung dem westlichen Publikum zumuten kann, da er mehrere Szenen beinhaltet, in denen Nacktheit dargestellt wird. Zwar stehen besagte Szenen in keinem erotischen Aspekt, dennoch könnte eine entblößte Frauenbrust zur Säugung eines Kindes oder ein nacktes Mädchen, das in Wasser eintaucht, bei christlichen oder islamischen Zuschauern zu Problemen führen.

 

Nun wird von Kritikern schon die Möglichkeit der Zensur diskutiert. Ob Studio Ghibli sich jedoch auf so einen Schritt einlässt, nur um den Film einem internationalen Markt präsentieren zu können, ist fraglich. Bereits im Jahre 1985 hatte das Trickfilmstudio mit Zensur versucht, den Film "Nausicaä aus dem Tal der Winde" einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. Hierbei wurden mehr als 20 Minuten Filmmaterial aus der Originalfassung herausgeschnitten. Letztendlich entpuppte sich der Film außerhalb Japans als Misserfolg.