Unruhige Geister und stille Gefährten

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Bildcopyright: ©Carlsen, Shogakukan

Jiro Taniguchi war bekannt dafür, ganz spezielle Stimmungen in seinen Mangas zu erschaffen. Detailtreue und Atmosphäre waren ihm wichtig. Der Sammelband „Unruhige Geister und stille Gefährten“ fasst fünf seiner Werke zusammen – und packt noch ein paar kleine Extras obendrauf.

Inhalt

Ein junger Mann wird bewusstlos an einem einsamen Küstenstrand gefunden und von der Familie des Leuchtturmwärters aufgenommen. Er hat sein Gedächtnis verloren und weiß weder, wie er heißt, noch, wo er herstammt. Bis zu einer verhängnisvollen Sturmnacht...

Der Schriftsteller Lafcadio Hearn genießt das Leben in Japan an der Seite seiner Ehefrau Setsu. Während er an einem schönen Frühlingstag Tee unter einem Kirschbaum trinkt, sieht er in der Tasse die Geschichte eines jungen Kriegers, der von Geistern heimgesucht wird...
An einem anderen Tag widerfährt ihm während eines Spaziergangs die Vision einer mysteriösen Frau, die wiederholt Sirup kauft und damit auf dem Friedhof verschwindet...

Ken'ichi ist elf Jahre alt, als seine Mutter schwer erkrankt und zur Behandlung in ein weit entferntes Krankenhaus muss. Die ganze Familie bangt um das Leben der Mutter, als Ken'ichi eines Tages auf einen Salamander trifft, dessen Sprache er versteht. Der Salamander bittet ihn um Hilfe und bietet als Gegenleistung an, Ken'ichi einen Wunsch zu erfüllen. Gemeinsam mit seiner kleinen Schwester Sakiko lässt Ken'ichi sich auf dieses Abenteuer ein...

Während eines Spaziergangs an der Bucht begegnet einem Mann eine geheimnisvolle Frau. Er kann nicht anders und folgt der stummen Schönheit. Bald jedoch ist er sich nicht mehr sicher, ob diese Entscheidung die richtige war...

In dem Sammelband „Unruhige Geister und stille Gefährten“ wurden diese fünf Geschichten von Jiro Taniguchi vereint, worunter sich mit „Die Begleiterin – Teil 1: Feuerwerk“ auch sein letztes und leider unbeendetes Werk befindet. Neben den aufgezählten Geschichten finden sich in dem Buch auch ein Essay und zahlreiche Skizzen Taniguchis wieder, sowie die Entstehungsgeschichte seines letzten Werkes.

Fazit!

Jiro Taniguchi wurde 1947 geboren, seine ersten Arbeiten als Manga-ka veröffentlichte er 1971. Etwa seit dieser Zeit beschäftigte er sich auch viel mit der europäischen Comic-Kultur, wobei es ihm ganz besonders die französischen und belgischen Werke angetan hatten. Später entwickelte er vorrangig im Ausland eine ernstzunehmende Fangemeinde, was durch die Detailtreue seiner Zeichnungen und seiner unerschöpflichen Fantasie begünstigt wurde.
Am 11. Februar 2017 verstarb Jiro Taniguchi. „Unruhige Geister und stille Gefährten“ ist ein schönes Andenken für seine Fans, ebenso aber auch als Einsteigerwerk für Neulinge geeignet.

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