Ein Sarg aus Hongkong

Geschrieben von Bettina
Bildcopyright: Ascot Elite Home Entertainment / Urania / Les Films Jacques Leitienne, Erwin C. Dietrich

Für Privatdetektiv Nelson Ryan wird Hongkong ein heißes Pflaster. Tag und Nacht schwebt er in Lebensgefahr und dafür soll ein Toter verantwortlich sein. Das glaubt ihm natürlich niemand. Daher muss Ryan Beweise dafür finden, dass der Tote im Sarg nicht der war, der er sein sollte.

Inhalt

Als Nelson Ryan eines Abends in seine Wohnung zurückkehrt, staunt er nicht schlecht: Dort findet er eine weibliche Leiche vor. Noch dazu wurde die junge Dame mit seiner Waffe erschossen. Der Sache muss Ryan als Privatdetektiv natürlich auf den Grund gehen.
Der Besuch des „Schwiegervaters“ der Toten bestärkt ihn in seinem Entschluss und dieser bittet ihn darum, nach Hongkong zu reisen, um den Tod seines Sohnes aufzuklären, der besagte tote Chinesin heiraten wollte. Sie hatte den Sarg mit ihrem zukünftigen Ehemann nach England überführt.
Also begibt sich Ryan mit seinem Assistenten Bob nach Hongkong, um Nachforschungen anzustellen. Doch, kaum eingereist, werden die beiden Engländer schon verfolgt und überwacht. Sie scheinen die falschen Fragen zu stellen.
Eine süße Chinesin aus ihrem Hotel beschließt Ryan zu helfen und muss kurz darauf mit dem Leben dafür bezahlen. Ryan ist sauer. Langsam befallen ihn die Zweifel, ob der Tote im Sarg wirklich derjenige war, der er sein sollte. Dazu kommt, dass es wohl nicht mehr nur um die Leichen geht, sondern auch um Drogenschmuggel.
Trotz Unterstützung der chinesischen Polizei geraten Ryan und Bob immer wieder in Lebensgefahr und müssen schließlich eine weitere Frau beschützen, die zu viel weiß.
Wer steckt wirklich hinter den Morden und der Schmuggelei? Wer ist der Tote aus dem Sarg? Wie konnten die Körper getauscht werden? Oder ist der verstorbene Sohn gar noch am Leben?

Details

„Ein Sarg aus Hongkong“ basiert auf dem gleichnamigen Roman aus dem Jahre 1962 von James Hadley Chase. Die bundesdeutsche Uraufführung des Kriminalfilms war am 21. August 1964 im City Kino in München. Anfangs war der Film erst ab 16 Jahren freigegeben, heute hat sich dies auf FSK 12 geändert. Vermutlich, weil man zwar Gewalt, aber kein Blut sieht. Es sterben zwar viele Leute und es wird oft gekämpft, aber nach damaligen Verhältnissen, was heißt: Nicht so realistisch und brutal, wie heute.
Die Geschichte ist manchmal vorhersehbar und daher nicht immer so spannend, wie man es sich gewünscht hätte. 1964 hat man das vermutlich anders gesehen. Dennoch ist der Film nicht nur für Nostalgiker geeignet, sondern ebenso für Krimifans nett anzusehen. Gerade die alten Autos und das alte Hongkong hinterlassen schöne Eindrücke. Und Ralf Walter als Bob Tooly bringt den Witz in die sonst ernstere Kriminalgeschichte.

Ascot Elite Home Entertainment / Urania / Les Films Jacques Leitienne, Erwin C. Dietrich

Umsetzung

Die deutschen Schauspieler synchronisierten sich selbst, während die französischen natürlich von deutschen Sprechern nachgesprochen wurden. Untertitel gibt es keine, da es eine deutsch-französische Koproduktion ist und es eine Deutsche und Französische Synchronisation auf der DVD gibt. Dafür, dass der Farbfilm 1964 mit Ultrascope gedreht wurde, ist die Bild- und Tonqualität einwandfrei und es gibt keinerlei Rauschen. Eine sehr gut remasterd Version des alten Films. Natürlich sind die Schnittmethoden und auch manche Kameraeinstellung etwas veraltet, aber das fällt nur ab und an auf, da man sich voll und ganz auf die Story konzentrieren kann. Viele Kämpfe und Schießereien bringen Geschwindigkeit in die vielen Nachforschungen und halten die Geschichte auf Trapp.

Ascot Elite Home Entertainment / Urania / Les Films Jacques Leitienne, Erwin C. Dietrich

Packung

Die DVD kommt in einer transparenten Standardhülle mit Wendecover. Auf dem Cover wird Werbung für „Cinema Treasure“ und den Schauspieler Heinz Drache gemacht. Das Backcover ist schwarz und präsentiert Screenshots, eine Zusammenfassung des Films, sowie die üblichen Daten zur Produktion. Die DVD selbst weist denselben Druck wie das Cover auf.

Ascot Elite Home Entertainment / Urania / Les Films Jacques Leitienne, Erwin C. Dietrich

Extras

Als Extra ist zunächst einmal das Wendecover, sowie ein kleines Booklet vorhanden. Seltsamerweise wird in diesem Booklet von hinten nach vorne die Handlung beschrieben, welche durch schwarz-weiße Screenshots begleitet wird. Außerdem zeigt es offizielle Inserat-Matern und einen zweiseitigen Bericht zum Schauspieler Heinz Drache. Zwei farbige Bilder aus dem Film und Daten, wie die Schauspielerliste, runden das Ganze ab.
Auf der DVD selbst gibt es Trailer zu verschiedenen Filmen, eine Bilder-Slideshow, die Plakate der Urania Filme, „Mädchen, Machos und Moneten“ und ein Interview mit Erwin C. Dietrich, dem Produzenten. Die beiden letzten Extras sind allerdings nur auf dem Computer anzusehen. Es sind PDF-Dateien. „Mädchen, Machos und Moneten“ ist „Die unglaubliche Geschichte des Schweizer Kinounternehmers Erwin C. Dietrich“.

Fazit!

Der für die damalige Zeit typische Kriminalfilm ist heute etwas vorhersehbar, dennoch voller Action, die zwar für heute eher harmlos scheint, trotzdem überzeugend herüberkommt. Für Krimifans und ein älteres Publikum ist der Film dessen ungeachtet sehenswert und interessant, solange man nicht alles bis ins Kleinste hinterfragt. Für die heutige Zeit ist einfach nicht viel Neues dabei und Ryan gerät von einer Misere in die Nächste, gefolgt von einer Frau nach der Anderen. Ein bisschen Witz lockert das Szenario freilich auf und macht den Film auch sehenswerter.

Inhalt
5
Bild
2
Ton
6
Synchronisation
2
Untertitel
0
DVD-Menü
5
Extras
5
Preis-/Leistungsverhältnis
2
Gesamt
2

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