D'espairsRay 2009 in Köln

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Bildcopyright: D'espairsRay

Zwei Jahre mussten sich die deutschen Fans der japanischen Rockgruppe D’espairsRay gedulden. Doch endlich kehrten die vier Musiker im Rahmen ihrer Europatournee für drei Konzerte - jeweils in Köln, Hamburg und in Berlin - nach Deutschland zurück. Animepro war für euch in Köln mit dabei!

Inhalt

Bereits vor dem Einlass tummelten sich die Fans der japanischen Rockband vor der Halle. Ich begriff schnell, wieso das Konzert von der ursprünglich kleineren Location in die ‚Kantine’ verlegt werden musste. Wie nicht anders zu erwarten, hatten sich die Fans viel Mühe mit ihrem Styling gegeben - und so war von Rüschen bis Netzstrumpfhose alles geboten.

Als die Schlange gegen 20 Uhr am Eingang abnahm und somit der Konzertbeginn immer näher rückte, reihte auch ich mich bei den Wartenden ein. Von da an ging der Einlass relativ zügig. Innen wurde ich augenblicklich von einem rötlichen Schummerlicht empfangen, das mir den Weg über die Treppe nach oben wies. Die Halle war gut gefüllt, doch selbst wenn man keinen der vorderen Plätze ergattert hatte, ließ einem die recht überschaubare Halle einen guten Blick auf das Bühnengeschehen.

Als der Zeiger der Uhr immer näher gegen halb 9 Uhr rückte, konnte man die Ungeduld der Fans förmlich spüren, die schon bei einer erstmaligen Begrüßung durch den Veranstalter aufkeimte. Jubelrufe brachen aus, als eine erneute Begrüßung folgte, in dieser Deutschland als wichtiges Land für D’espairsRay hervorgehoben wurde, was die Stimmung zusätzlich anheizte. Mit diesen einleitenden Worten betraten Sänger Hizumi, Gitarrist Karyu, Bassist Zero und Schlagzeuger Tsukasa nacheinander die Bühne und eröffneten mit ‚Lizard’, einem Vertreter ihres kürzlich erschienenen Albums ‚Redeemer’, das Konzert. Augenblicklich verwandelte sich die Halle in ein Gewirr aus Armen und fliegenden Haarmähnen.
Leider ließ die Technik in den ersten Minuten zu wünschen übrig, so dass Bass und Gitarre den Sänger beinahe vollkommen übertönten. Nach den folgenden Songs ‚Redeemer’ und ‚Trickster’ hallte Hizumis prägnante Stimme nun endlich in besserer Klangqualität durch den erhitzten Raum. Besonders bei den ruhigeren Songs wie ‚Screen’ oder ‚Paradox 5’ harmonierte die dunkle Stimme perfekt mit den teils melancholischen Melodien.

Nach einem kurzen Einschub seitens Hizumi, in dem er sich und seine Bandkollegen der Reihe nach vorstellte, ließen sie den Fans kaum eine Verschnaufpause. Es wurde zunehmend drückender in der Halle, was leider der mangelnden Belüftung zuzuschreiben war. Nichts desto trotz gaben die vier Musiker auf der Bühne alles. Ein besonderes Schmankerl boten Hizumi und Karyu ihren deutschen Fans, als Hizumi einen Zettel zum Vorschein brachte und mit den Worten „Habt ihr Spaß?“ und „Karyu möchte euch etwas sagen“ auf Deutsch mit der Menge kommunizierte. Mit „Konban wa“ (jap. Guten Abend) begrüßte Karyu seine Fans und brachte diese auch gleich zu lauten Zurufen, als er in gebrochenem Deutsch „Ich liebe euch!“ verlauten lies. D’espairsRay hatten sichtlich Spaß auf der Bühne. Mehrmals riss Bassist Zero, dessen Grinsen das gesamte Konzert über nicht weichen wollte, die Arme in die Höhe und spornte das Publikum zu mehr Körpereinsatz an.

Nach dem sie fast 90 Minuten gespielt hatten, zog es die Jungs für kurze Zeit hinter die Bühne, ehe Schlagzeuger Tsukasa mit einem musikalischen Highlight aufwartete und mit einer Flöte vor die Menge trat. Augenblicklich wurde es ruhiger. Gespannt lauschten die Besucher den sanften Flötenklängen. Pfiffe und lauter Applaus folgten, bevor D’espairsRay ihre Show mit einem Encore, bestehend aus den Liedern „Born“, „Hollow“ und „Mirror“, zum Abschluss brachten.

Wasserflaschen und Plektren flogen von der Bühne in die Masse. Die Jungs ließen es sich nicht nehmen, die stimmungsgeladene Atmosphäre zu genießen. So gingen noch einige Wasserfontänen auf die vorderen Reihen nieder, und Hizumi klatschte die ausgestreckten Hände, die er von der Bühne aus erreichen konnte, ab.
 

Fazit!

Alles in allem haben D’espairsRay einen abwechslungsreichen Mix aus alten und neuen Songs gespielt und wieder einmal unter Beweis gestellt, dass sie nach fast zehnjährigem Bestehen nicht an Bühnenqualität verloren haben.

 

Setlist:
Lizard
REDEEMER
TRICKSTeR
Grudge
Scissors
Kohaku
SCREEN
SIXty8NINe
Cocoon
Lost in re:birth
DAMNED
in vain
MASQUERADE
PARADOX 5
Garnet
HORIZON
Bullet
KAMIKAZE

ENCORE:
BORN
Hollow
MIRROR

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