Nokonoshima - Die Blumeninsel

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Ein ehemaliges Kartoffelfeld, das zu einer Blumeninsel umgewandelt wurde: Herzlich Willkommen auf Nokonoshima!

Inhalt

Im Norden der Südinsel Kyushu, inmitten der Hakatabucht, liegt die kleine Insel Nokonoshima. Mit einem Umfang von gerade einmal 12 Kilometern und einer Reisezeit von rund zehn Minuten mit der Fähre vom Festland ist Nokonoshima ein ideales Ausflugsziel, wenn man sich gerade in der benachbarten Großstadt Fukuoka aufhält.

Teil der Stadt Fukuoka wurde die kleine Insel erst im Jahre 1941. Damals war Nokonoshima noch ein Ort, an dem die Agrarkultur dominierte. Doch ein junger Mann, Kosaku Kubota, gerade einmal 19 Jahre alt, hatte in den frühen Fünfzigerjahren die Vision, auf der Insel einen gewaltigen Garten zu errichten. 1953 setzte er seinen Plan um, gab das Süßkartoffelfeld auf und begann, Rhododendronbüsche und Wacholderbäume zu pflanzen. Der Ballungsraum in Fukuoka wuchs zunehmend an und Kubotas Gedanke war, dass die Menschen aus der Großstadt einen natürlichen Ausgleich zu ihrem Alltag suchen würden.

Im Frühjahr 1969 war es dann soweit und der Nokonoshima Island Park wurde eröffnet. Zur damaligen Zeit wurden Freizeitparks mit Karussells und Riesenrädern populär, doch Kubota hatte sich von Anfang an gegen solche Fahrgeschäfte entschieden. Er wollte einen Park, in dem die Leute sich erholen und Freude an der Natur erfahren können. Nicht bei jedem traf dieser Idealismus auf Verständnis, doch im Laufe der Zeit und mit dem stetigen Heranwachsen des Parks nahm auch die Begeisterung der Bevölkerung zu. Im Jahre 2005 verstarb Kubota, doch seine Frau Mutsuko betreibt die Aufrechterhaltung und Pflege des Parks bis heute. Mit manchen der Besucher, die regelmäßig auf die Insel kommen, hat sie inzwischen feste Freundschaften geschlossen.

Es ist schwer zu sagen, zu welchem Zeitpunkt ein Besuch im Park am angebrachtesten ist: Im Frühling, wenn sich die knallgelben Rapsfelder über das Land erstrecken, im Sommer, wenn die imposanten Sonnenblumen über die Köpfe der Menschen hinauswachsen, im Herbst, wenn die Kosmeen ihre Schönheit entfalten, oder im Winter, wenn die Narzissen ihre trompetenartigen Köpfe empor heben.

Wie auf Inseln üblich, wird auch auf Nokonoshima viel frischer Fisch angeboten, den man in den Restaurants und Gasthäusern nahe des Fähranlegeplatzes verzehren kann. Ebenfalls in unmittelbarer Nähe befindet sich der „Nokono Market“, wo es neben Touristeninformationen auch ein Angebot lokaler Spezialitäten wie Apfelwein und Udon (Weizennudeln) gibt. Das hier verkaufte Obst und Gemüse ist zudem frischer und günstiger zu erhalten als auf dem Festland.

In den Sommermonaten steht für alle Wasserratten außerdem noch der Strand zur Verfügung, an dem man an entsprechend gekennzeichneten Orten sogar campen kann. Mit seinem weißen Sand und den Palmen erinnert der Strand schnell an ein tropisches Paradies. Von hier aus lässt sich auch Fukuokas Skyline gut erkennen.

Abschließend lässt sich sagen, dass Nokonoshima trotz seiner bescheidenen Größe und der Abwesenheit typischer Touristen-Hotspots allermindestens einen Tagesausflug wert ist – ob für ansässige Städter aus dem benachbarten Festland oder Touristen aus aller Welt!

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