SANA

Geschrieben von Christina Christopoulos
Bildcopyright: SANA

Vom Bandgitarristen zum Solokünstler und Botschafter der Musik. Sein Traum ist es, in Länder zu fahren, die nicht so häufig von japanischen Musikern besucht werden, um die japanische Rockkultur und Visual Kei weiter zu verbreiten.

Profil

Als Gitarrist der Band Mask konnte SANA bereits einiges an Live-Auftritten und Studioarbeiten vorweisen. Nur leider trennte sich die Band Anfang Mai 2006, was SANA sehr mitnahm, da sie für ihn laut Interviews sein Leben bedeutete. So entschied sich SANA dazu, unter demselben Label LOOP ASH eine Solokarriere zu beginnen. Direkt einen Monat später, im Juni 2006, hatte er bereits seinen ersten Solo Live-Auftritt in der Harajuku Astro Hall mit dem Namen „Re:Birth“, was seinen neuen Lebensabschnitt verdeutlichen sollte. Im selben Jahr gab es eine limitierte Auskopplung seiner Single „Silver“, welche durch das japanische Magazin SHOXX vertrieben wurde. Ebenso veröffentlichte er sein erstes Minialbum „Hitoribochi“.

Um seinen Traum, weltweit auftreten zu können, Leben zu verleihen, verließ SANA Anfang 2007 das japanische Label, bei dem auch die Visual Kei Band V[NEU] unter Vertrag steht und wechselte zu einem englischen Label, unter welchem er bessere Möglichkeiten haben sollte, Auftritte in Übersee zu erlangen. Eine längere Zeit war es um SANA sehr ruhig, da er kaum etwas publizierte und nur bei einigen lokalen Veranstaltungen teilnahm. Dies änderte sich Mitte 2009, als er sein nächstes Minialbum „Eclipse“ veröffentlichte, was zusammen mit einem Fotobuch erhältlich war. Die Promotion für dieses Minialbum verlief allerdings wieder einmal nur durch einige Shows in Japan.

Mitte 2010 gab SANA bekannt, dass er das offizielle, sechste Mitglied der alternativen Visual Gothic Rock Band Kαin sein würde, bei dem er in dem Jahr zuvor bereits als Support Gitarrist mitwirkte. Nachdem er die nächsten zwei Jahre seinen Focus auf diese Band legte, begann er im Jahr 2012 das Projekt „Seiyou meet Visual Kei“ zusammen mit den in Japan bekannten Synchronsprechern Kazuki Yao und Hiroaki Takahashi, mit denen er seinen ersten Überseeauftritt bei der Anime Convention in Honolulu auf Hawaii realisieren konnte. Parallel zu diesem Projekt, welches bis zu der nächsten Anime Convention in Honolulu im Jahr 2013 aktiv war, schloss sich SANA dem Sänger Satsuki als Support Gitarrist und später als Support Act für dessen Europatour an, um diesen Markt ebenfalls besser kennen zu lernen und hier Fuß fassen zu können.

Im April des Jahres 2014 war es dann so weit, dass er zu der ANIMUC nach Fürstenfeldbruck in Deutschland als Solokünstler eingeladen wurde, welches mitten in seiner ersten Solotour quer durch Länder wie die Ukraine, Russland und Kasachstan stattfand. Diese Tour nutzte der engagierte Künstler direkt, um seine neue Single „Ism“ zu promoten. SANA war nicht mehr zu stoppen, denn nun wurde unvermittelt im Anschluss das Musikvideo „1 love me?“ veröffentlicht, welches nur über iTunes mit dem dazugehörenden Song zur Verfügung steht. Ebenfalls in diesem Jahr folgte ein weiteres Musikvideo zu „A Wish“, welches abermals nur über iTunes zu sehen ist.

Kurz vor der Veröffentlichung seines neuen Minialbums „Three words for…“ Mitte Juli 2015 begann SANA seine zweite Solotour namens „1love…“ die er mit fünf Shows ausschließlich in der Ukraine abdeckte. Das Album selbst promotete SANA im Sommer mit der Welttour „Three worlds for you“, die wieder durch die osteuropäischen Staaten ging, aber ebenso für einen Auftritt in Orlando in Florida der USA stattfand. Für eine der Shows reiste SANA nach Deutschland, wo er für Satsuki beim einzigen Deutschlandkonzert in Essen am 12.09.2015 als Support Act auftrat.
Wir durften hier live dabei sein und den talentierten Sänger und Gitarristen für ein Interview vor der Show treffen. Es wird in der Zukunft noch einiges von SANA zu hören geben, denn nun scheint er erst richtig wach geworden zu sein.

Musikstil

SANA ist ein sehr talentierter Gitarrist, der seine Musik komplett selbst schreibt und komponiert. Zu erwarten gibt es hier eine Mischung aus Pop und Rock, wobei der Focus eher auf dem Rock liegt und schnelle Riffs niemals fehlen. Seine Inspiration für die Texte holt er sich aus dem Leben und außerdem aus den Lebenssituationen seiner Fans und wie diese ihn berühren. Hierfür kann man sein Minialbum „Three words for…“ wunderbar als Beispiel nehmen, welches er seinen Fans widmet und eine Momentaufnahme seiner derzeitigen Gefühle war, wie er in einem Interview mit uns beschreibt. Seine Stimme variiert von sanft bis leicht kratzig, doch härteren Stimmeinsatz durch Growls und Shoutings darf man hier nicht erwarten.

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