I-ai- - Crystallize

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Bildcopyright: I-ai-

„Crystallize“ ist nicht nur das erste Release von I-ai-, es markiert auch den Beginn eines Weges, dem die Band in ihrer noch jungen Geschichte langsam aber stetig gefolgt ist.

Über den Künstler

I-ai- wurde 2011 gegründet und bestand zu dieser Zeit aus Sänger Hiroaki, Gitarrist Yuki und Bassist Mako. „Crystallize“ war die erste Veröffentlichung der Band und wird von ihr als das „Album null“ bezeichnet. Zunächst verschaffte sich das Trio im Raum Tokyo mit zahlreichen Auftritten einen Namen und veröffentlichte nach „Crystallize“ in den folgenden zwei Jahren noch fünf Singles, von denen drei als digitale Versionen erhältlich sind. Mitte 2013, wenige Monate nachdem Bassist Mako die Band verlassen hatte, wurde ihre erste Europatour angekündigt, die I-ai- im Januar 2014 unter anderem auch nach Köln führte. Am Neujahrstag 2014 erschien das digitale Album „I-ai-“, das von Hiroaki und Yuki als „erstes Album“ betitelt wird.

Album / Single

Startet man das Album, heißt einen der Prolog mit sanftem Klavierspiel und dem Rauschen von Wind und Meer im Hintergrund Willkommen. Etwas über eine Minute treibt man auf den zarten Klängen dahin, bis man realisiert, dass das Klavier immer kraftvoller und dominanter zu werden scheint. Und plötzlich – das Aufjaulen einer E-Gitarre. Ende des Prologs.
Nahtlos geht es in den zweiten Song mit dem Titel „STARTING POINT“ über, der genau so beginnt, wie man eben aus den schmeichelnden Klavierklängen gerissen wurde: Ein unsanftes Gitarren-Intro auf welchem sich Hiroakis Stimme kurz darauf einfindet. Erneut durchbricht das Klavier die harten Gitarrensounds und rundet diesen in sich sehr harmonischen Rocksong ab. Er endet mit dem Rauschen von Wind und Meer, wie man es bereits im Prolog hören konnte.

Song drei ist der Namensgeber des Albums und liegt deshalb automatisch im Fokus. Die treibenden Drums reißen den Zuhörer sofort mit und Hiroakis elektronisch leicht verzerrte Stimme harmoniert perfekt mit Yukis rhythmischem Gitarrenspiel. Der Beat wird zunehmend härter und geht in einen einprägsamen Refrain über. Und dann weiß die Band einmal mehr zu überraschen: Wie aus dem Nichts ertönen für wenige Takte Klavier und Violine und münden schlagartig in ein heftiges Gitarrensolo. Keineswegs erscheint der Song dadurch in irgendeiner Form zerrissen, im Gegenteil ist man fasziniert von dieser Komposition, die eine derartige Vielseitigkeit in knapp fünf Minuten birgt.

Piano und Drums beginnen sich in den ersten Sekunden des vierten Songs, „Mona Lisa“, zu jagen. Hiroakis Stimme ertönt hoch und dramatisch, teilweise verzerrt und zeichnet von Anfang an ein theatralisches Bild. Zur Mitte hin lockert der Song jedoch etwas auf und zeigt eine angenehm rockige Kombination aus Klavier und Schlagzeug.
„DEEP SEA“ beginnt mit einem lockeren Drum-Solo, in das sich wenig später Klavier und Gitarre sanft einfügen. Man bekommt mit dem Titel des Songs im Hinterkopf instinktiv das Gefühl von Meeresklängen, auch wenn diese nicht wirklich vorhanden sind. Eines der aufregendsten aber leider auch kürzesten Gitarrensoli des gesamten Albums versteckt sich übrigens in diesem Song.

Auch Track Nummer sechs, „tsuki“, scheint eine der sanfteren Nummern von I-ai- zu sein, geht man nach dem ersten Gefühl, das man von dumpfen, zurückhaltenden Drums, melodischen Klavierklängen und dem klaren Gesang bekommt. Unbewusst erwartet man jedoch eine Überraschung, wie man sie bereits bei den ersten Songs auf dem Album erlebt hat. Und tatsächlich, zur Mitte des Tracks bricht „tsuki“ geradezu auf und wird mit Hilfe von hingebungsvoll arrangierten Gitarrenriffs zu der sicherlich schönsten und emotionalsten Ballade des Albums.

„Everything Flows“ ist mit knapp sieben Minuten der zweitlängste Song der Tracklist und beginnt mit alltäglichen Straßengeräuschen. Der Titel beschreibt den Song perfekt, denn Klavier und Gitarre fließen (auch) in diesem Stück ideal mit Hiroakis Stimme zusammen. Im Gedächtnis bleiben andere Stücke allerdings besser hängen.
Mit „ROSARIO“ wird der Zuhörer wieder aus seiner Traumwelt gerissen. Der euphorische Song mit vermehrt auftretenden Metal-Elementen lädt direkt zum Mitrocken ein und versprüht eine Art Aufbruchsstimmung. Man stolpert an dessen Ende auch direkt in den darauf folgenden Track „NIGHT WING“, der ebenfalls keine milderen Töne anschlägt, jedoch auch nicht zu den außergewöhnlichsten Werken auf diesem Album zählt.

Das darauf folgende und mit Abstand längste Stück des Albums trägt den Titel „Eternal Love Song“ und klingt genau so wie man es von einem Liebeslied erwartet: Melodische Klavierklänge, zurückhaltende Gitarren und Hiroakis Stimme, die vor Romantik geradezu sprüht. Das Album endet schließich mit „"I" Awake“, der vom ersten Moment an eine spannende und lebhafte Atmosphäre schafft. Nach harten Metalklängen und zarten Balladen ist dieser lockere Rocksong ein definitiv passender Abschluss.

Tracklist

1.1 - Prologue

1.2 - STARTING POINT

1.3 - Crystallize

1.4 - Mona Lisa

1.5 - DEEP SEA

1.6 - tsuki

1.7 - Everything Flows

1.8 - ROSARIO

1.9 - NIGHT WING

1.10 - Eternal Love Song

1.11 - "I"AWAKE

I-ai- - Crystallize

Verpackung & Extras

Da wir „Crystallize“ als digitale Version zum Testen erhalten haben, entfällt dieser Teil des Reviews und wird auch nicht in die Bewertung mit aufgenommen.

Sonstiges

I-ai-

Fazit!

„Crystallize“ ist ein mehr als abwechslungsreiches Album, das einige Facetten einer noch sehr jungen Band zeigt, die ganz genau weiß, wie sie ihre Musik arrangieren muss, um einen imposanten aber nicht erschlagenden Effekt zu erzielen. Rasch wird einem beim Hören dieses Albums bewusst, dass es diese besonderen Verknüpfungen unterschiedlicher Stilelemente sind, die diese Band kennzeichnen. Jeder Song für sich klingt zwar auch interessant und hat seine Highlights, zusammen auf diesem Album ergeben sie jedoch ein noch runderes Bild. Vor allen Dingen der Titelsong ist hervorzuheben, der neben der höchst emotionalen und mitreißenden Ballade „tsuki“ eine der ganz besonderen Kompositionen darstellt.

Songqualität
3
Songauswahl
2
Verpackung & Extras
0
Preis-/Leistungsverhältnis
3
Gesamt
3

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